Trump plant 100-Tage-Krieg im Iran: Interne Dokumente enthüllen längeren Einsatz
US-Präsident Donald Trump (79) hatte öffentlich einen kurzen Militäreinsatz von etwa vier Wochen im Iran angekündigt. Doch interne Planungen des Pentagon deuten auf einen deutlich längeren Krieg hin. Laut einem Bericht des Magazins Politico, das wie BILD zu Axel Springer gehört, hat das US Central Command (Centcom) mit Hauptsitz in Tampa, Florida, zusätzliche Offiziere des Militärnachrichtendienstes angefordert.
Planungen für mindestens 100 Tage Kriegsdauer
Diese Offiziere sollen Iran-Operationen für mindestens 100 Tage unterstützen, möglicherweise sogar bis September. Das US-Verteidigungsministerium stellt bereits Mittel für Einsätze bereit, die weit über die von Trump avisierten vier Wochen hinausgehen könnten. Die US-Regierung stockt eilig Personal und Schutzmaßnahmen in der gesamten Golfregion auf, was als Indiz dafür gewertet wird, dass Washington die Folgen des gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges nicht vollständig eingeplant hat.
Hintergrund: Tod von US-Soldaten und Drohnenangriffe
Hintergrund für diese Maßnahmen ist auch der tragische Tod von sechs US-Soldaten, die bei einem Drohnenangriff auf einen notdürftig gesicherten Container im Hafen von Kuwait ums Leben kamen. Die Einrichtung wurde von einer iranischen Shahed-Drohne getroffen. Iran verfügt über Tausende dieser kostengünstigen Drohnen, von denen Dutzende die bestehenden Luftverteidigungssysteme durchdrungen haben.
Laut Politico setzen die USA derzeit Raketen ein, die mehrere Millionen Dollar kosten können, um die iranischen Billig-Drohnen abzufangen. Das Pentagon plant deshalb, zusätzliche Luftverteidigungssysteme in die Region zu entsenden, darunter kleinere und kostengünstigere Drohnenabwehrsysteme.
Trumps öffentliche Aussagen und politisches Risiko
Trump hatte am Sonntag erklärt, er gehe davon aus, dass der Krieg mit dem Iran vier Wochen oder weniger dauern werde. Am Montag räumte er dann erstmals ein, dass US-Streitkräfte weitaus länger im Einsatz bleiben könnten als die ursprünglich geplanten vier bis fünf Wochen. Für Trump stellt der Krieg ein erhebliches politisches Risiko dar: Laut einer neuen Umfrage von NBC News lehnen 54 Prozent der Amerikaner sein Vorgehen gegen den Iran ab.
Die Diskrepanz zwischen Trumps öffentlichen Äußerungen und den internen Planungen des Militärs wirft Fragen zur Transparenz und Strategie der US-Regierung auf. Die Verlegung zusätzlicher Luftverteidigungssysteme und die Aufstockung von Personal deuten auf eine langfristige Verwicklung in den Konflikt hin, die über die anfänglichen Prognosen hinausgeht.



