Trump prüft Bodentruppen-Einsatz für Uran-Bergung im Iran - Krieg geht in fünfte Woche
Trump prüft Bodentruppen für Uran-Bergung im Iran

Trump erwägt Bodentruppen-Einsatz für Uran-Bergung im Iran

Der militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran geht nun bereits in die fünfte Woche. Nach massiven Luftangriffen auf Teheran und andere Ziele erwägt US-Präsident Donald Trump laut einem Bericht des Wall Street Journal den Einsatz von Bodentruppen zur Bergung von hochangereichertem Uran im Iran.

Militärische Optionen werden geprüft

Trump prüfe derzeit, wie gefährlich ein solcher Einsatz für die dafür notwendigen Bodentruppen wäre, zitierte die Zeitung US-Beamte. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, doch der Präsident stehe der Idee grundsätzlich offen gegenüber. Ein solcher Militäreinsatz könnte dazu beitragen, sein zentrales Ziel zu erreichen: den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen.

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verfügte der Iran vor den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig. IAEA-Chef Rafael Grossi vermutet, dass sich das Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befindet.

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Eskalation der Kämpfe und wirtschaftliche Auswirkungen

Während die USA und Israel ihre Angriffe fortsetzen, setzt der Iran seine Gegenangriffe auf Israel und benachbarte Golfstaaten fort. Die Huthi-Miliz im Jemen unterstützt diese Offensiven. Israels Armee meldete die Abfangung von zwei Drohnen aus dem Jemen, während der Iran erneut Raketen auf Israel abfeuerte.

Gleichzeitig hält der Iran weiterhin die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen, was zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise führt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag bei 115,55 Dollar – eine Verteuerung um fast 60 Prozent seit Kriegsbeginn.

Trumps Drohungen und diplomatische Bemühungen

Trump hat dem Iran eine neue Frist bis zum 7. April gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren. Andernfalls drohen US-Angriffe auf Irans Energiesektor. Gegenüber der Financial Times äußerte Trump, er würde am liebsten das Öl im Iran übernehmen, und erwähnte die Insel Charg als mögliches Ziel.

Trotz dieser Drohungen betonte Trump, dass indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei hatten sich zuvor in Islamabad über eine mögliche Deeskalation des Konflikts ausgetauscht.

Israelische Offensive im Libanon

Parallel dazu wies Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee an, weiter im Süden des Libanons vorzudringen. Ziel sei es, die Bedrohung durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz zu verringern und Raketenangriffe aus diesem Gebiet zu verhindern. Viele Libanesen befürchten eine großangelegte Bodeninvasion mit anschließender Besatzung.

Im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon geraten auch UN-Friedenstruppen zwischen die Fronten. Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der Blauhelmsoldaten wurde ein UN-Soldat getötet und ein weiterer schwer verletzt. Die Herkunft des Geschosses ist bisher unklar.

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