Trump erwägt riskante Militäroperation zur Uran-Bergung im Iran
US-Präsident Donald Trump (79) prüft offenbar eine äußerst riskante Militärmission im Iran, um das waffenfähige Uran des Landes zu bergen und so Teherans Atomwaffenprogramm für Jahre auszubremsen. Dies berichtet die Wall Street Journal unter Berufung auf interne Quellen. Sollte die Operation gelingen, könnte Trump sie als entscheidenden Sieg im anhaltenden Konflikt präsentieren.
Hochriskante Mission ins Landesinnere
Die geplante Operation gilt als außerordentlich gefährlich, da US-Streitkräfte tief ins iranische Landesinnere vordringen und sich dort über Tage hinweg aufhalten müssten. Karoline Leavitt (27), Sprecherin des Weißen Hauses, kommentierte den Bericht mit den Worten: „Es ist die Aufgabe des Pentagons, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsoptionen zu bieten.“ Sie betonte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei.
Laut dem Zeitungsbericht hat Trump privat erklärt, dass eine gezielte Aktion zur Sicherstellung des Uranmaterials möglich sei, ohne den Krieg – der angeblich bis Mitte April andauern soll – unnötig zu verlängern. Das Pentagon selbst äußerte sich bislang nicht zu den Enthüllungen.
Uranlager in bombardierten Tunneln
Bereits vor den gemeinsamen Luftangriffen der USA und Israels im Juni 2025 hatten Geheimdienste berichtet, dass der Iran über mehr als 400 Kilogramm hochangereichertes Uran (60 Prozent) sowie etwa 200 Kilogramm spaltbares Material verfügt, das leicht in waffenfähiges Uran umgewandelt werden kann. Rafael Grossi (65), Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, geht davon aus, dass das Uran in zwei unterirdischen Tunneln in Isfahan und Natanz gelagert wird – Anlagen, die die USA vor etwa neun Monaten bombardiert hatten.
Trump hatte damals erklärt, die Anlagen seien komplett vernichtet worden. Inzwischen ist jedoch klar, dass die Iraner über weitere Zentrifugen verfügen und in der Lage sind, eine neue unterirdische Anreicherungsanlage einzurichten. Bei einer Rede in Miami betonte Trump am Freitag, dass dieses Uranmaterial der zentrale Grund für den Kriegsbeginn gewesen sei: „Ich nenne es den nuklearen Staub.“
Experten warnen vor enormen Herausforderungen
Militärexperten und Nuklearwissenschaftler warnen eindringlich vor den enormen Risiken und technischen Herausforderungen einer solchen Bergungsmission. Richard Nephew, leitender Nuklearwissenschaftler an der Columbia-Universität, erklärt: „Für die Bergung des radioaktiven Materials müssten Spezialisten eingeflogen werden. Sie müssten das Uran in schwere Transportbehälter verpacken, um es vor Beschädigungen bei Angriffen zu schützen.“ Für den Abtransport wären mehrere Lastwagen notwendig.
Die Operation wäre keineswegs eine „schnell rein und wieder raus“-Mission, wie der ehemalige Befehlshaber des U.S. Central Command, General Joseph Votel (68), betont. Elite-Teams müssten die gut verteidigten Standorte anfliegen und würden dabei mit iranischen Flugabwehrraketen und Drohnen konfrontiert werden. Vor Ort müssten Kampftruppen Sicherheitszonen errichten, damit Techniker mit schweren Räumgeräten die Trümmer durchsuchen können, um die 40 bis 50 Zylinder zu finden, in denen das Uran gelagert ist. Zudem müssten Minen und Sprengfallen aufgespürt und entschärft werden.
Die geplante Mission stellt somit eine der riskantesten militärischen Unternehmungen der jüngeren Zeit dar, deren Erfolg ungewiss bleibt und die das Potenzial hat, den Konflikt im Nahen Osten weiter zu eskalieren.



