Beim Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Peking haben beide Seiten unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Während Trump über die Öffnung der Straße von Hormus sprechen wollte, drängte Chinas Präsident Xi Jinping auf eine Debatte über Taiwan. Der Besuch wirkt wie eine perfekt inszenierte Machtdemonstration: China sieht sich nicht mehr als zweite Weltmacht, sondern auf Augenhöhe mit den USA – mindestens.
Xi droht mit Konflikten
In einer deutlichen Warnung drohte Xi seinem amerikanischen Gast mit „Zusammenstößen, sogar Konflikten“, sollte die Taiwanfrage „nicht korrekt gehandhabt“ werden. Während dieser Satz im offiziellen Bericht des Weißen Hauses nicht auftaucht, steht er im chinesischen Bericht an erster Stelle. Dies zeigt, wie wichtig Taiwan für Peking ist.
Podcast analysiert den Gipfel
In der Podcast-Folge „Acht Milliarden“ diskutiert Host Juan Moreno mit Cornelius Dieckmann, SPIEGEL-Korrespondent in Taipeh, über die Ergebnisse des Besuchs. Wer hat den Gipfel wirklich für sich genutzt? Trump kehrt mit einem Boeing-Auftrag zurück, doch Xi hat der Welt gezeigt, dass Chinas stille Stärke die nächsten Jahrzehnte prägen dürfte.
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