Trump-Ultimatum läuft aus: Letzte Verhandlungen zwischen USA und Iran im Gange
US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran-Regime erneut ein Ultimatum gestellt, das am Dienstagabend (US-Ostküstenzeit) ausläuft. Hinter den Kulissen laufen jedoch intensive Verhandlungen zwischen den USA, dem Iran und Vermittlerländern, um eine mögliche Waffenruhe und die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu erreichen.
Pakistan als Vermittler legt Rahmenplan vor
Das Hauptvermittlerland Pakistan hat am Morgen einen detaillierten Rahmenplan vorgelegt, der eine sofortige Öffnung der Meerenge bereits am Montag und einen Zeitplan für ein Ende des Krieges vorsieht. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, stand die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi.
Der Plan sieht einen zweistufigen Ansatz vor: Zuerst soll eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten, anschließend wird ein umfassendes Abkommen angestrebt. „Alle Punkte müssen heute vereinbart werden“, betonte einer der Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Iran-Regime zeigt sich ablehnend
Das Iran-Regime bestätigte zwar den Erhalt des pakistanischen Plans, zeigte sich jedoch wenig kooperationsbereit. Ein Vertreter erklärte, man sei weder zu einer vorübergehenden Waffenruhe noch zur Öffnung der Straße von Hormus bereit. „Der Iran lässt sich nicht unter Druck setzen und wird sich auf keine Ultimaten einlassen“, so der Insider. Zudem bestehe der Eindruck, dass die USA nicht zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
Zweistufiger Ansatz für Kriegsende
Laut Berichten des Nachrichtenportals „Axios“ wird über ein Abkommen in zwei Phasen diskutiert. Im ersten Schritt soll eine 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, während der über ein endgültiges Ende der Kämpfe verhandelt wird. In einer zweiten Phase könnte dann ein umfassender Deal geschlossen werden. Bei Bedarf ließe sich die Waffenruhe verlängern.
Die zitierten Insider schätzen die Chancen auf eine Teilvereinbarung innerhalb der von Trump gesetzten 48-Stunden-Frist als gering ein – im Gegensatz zu Trump selbst, der optimistischer ist.
Trump verschärft öffentlich den Ton
Während im Hintergrund verhandelt wird, verschärft US-Präsident Donald Trump öffentlich den Ton. Er hatte Teheran eine Frist bis Dienstagabend 20 Uhr US-Ostküstenzeit (2 Uhr deutscher Zeit am Mittwoch) gesetzt. Sollten die Mullahs die Straße von Hormus nicht öffnen, drohten Angriffe auf Kraftwerke und Brücken.
Auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb Trump am Ostersonntag: „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen.“ Allerdings hat Trump die Deadline für sein Ultimatum bereits mehrmals verschoben.
In einem Gespräch mit Barak Ravid von „Axios“ bestätigte Trump, dass die USA „intensive Verhandlungen“ mit dem Iran-Regime führen und eine Einigung noch vor Ablauf seiner gesetzten Frist erzielt werden könne. „Die Chancen stehen gut“, sagte Trump. „Aber wenn sie sich nicht einigen, werde ich dort drüben alles in die Luft jagen.“



