Trump unzufrieden mit Iran-Verhandlungen: Droht militärischer Einsatz?
Trump unzufrieden mit Iran-Verhandlungen

Trump zeigt sich unzufrieden mit Fortschritten bei Iran-Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump hat sich in Washington deutlich unzufrieden über den aktuellen Stand der Gespräche mit dem Iran bezüglich dessen umstrittenen Atomprogramms geäußert. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", sagte Trump über die iranischen Verhandlungspartner. Der amerikanische Präsident betonte, dass der Iran seiner Ansicht nach ein Abkommen abschließen sollte, was aus seiner Sicht die klügste Entscheidung wäre.

Kernforderung: Verzicht auf Atomwaffen

Trump machte deutlich, dass die zentrale Forderung der Vereinigten Staaten unverändert bleibt: "Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt". Bislang habe die iranische Seite jedoch nicht eingewilligt, auf den Besitz und Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. Diese entscheidenden Worte würden von den iranischen Vertretern nach Trumps Darstellung nicht ausgesprochen.

Seit Wochen finden bereits Treffen zwischen Vertretern beider Länder statt, doch öffentlich sichtbare Etappenerfolge bleiben bislang aus. Mitte des Monats hatte Trump sogar eine konkrete Frist für einen möglichen Deal genannt und gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One erklärt, dass 10 bis 15 Tage ausreichen sollten - "so ziemlich das Maximum".

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Militärische Option nicht ausgeschlossen

Besonders bemerkenswert waren Trumps Äußerungen zu einer möglichen militärischen Eskalation. Zwar sagte er, es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei, fügte jedoch hinzu: "Aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen". Der US-Präsident betonte zwar, dass er das "stärkste Militär der Welt" gerne nicht einsetzen wolle, eine abschließende Entscheidung über den weiteren Kurs habe er jedoch noch nicht getroffen.

Nächste Verhandlungsrunde in Wien geplant

Trotz der angespannten Situation sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Nachdem die USA und der Iran zuletzt am Donnerstag miteinander verhandelt hatten, ist für den kommenden Montag ein weiteres Treffen geplant. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi sind in Wien "technische Gespräche" vorgesehen.

Die österreichische Hauptstadt bietet sich als Verhandlungsort an, da sich dort die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) befindet. Bei den Verhandlungen geht es vorrangig um das iranische Atomprogramm, das international umstritten ist. Während die USA verhindern wollen, dass Teheran Atomwaffen entwickelt, bestreitet die iranische Regierung entsprechende Absichten.

Allerdings zeigt sich die iranische Führung bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen - allerdings nur im Gegenzug für die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen, die das Land seit Jahren belasten. Diese gegensätzlichen Positionen machen die Verhandlungen besonders schwierig und erklären teilweise die bisherige Erfolglosigkeit der Gespräche.

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