Trump behauptet Enterung iranischen Frachters: US-Marine soll Maschinenraum beschossen haben
Trump: US-Marine hat iranischen Frachter geentert

Trump behauptet Enterung iranischen Frachters durch US-Marine

In einer möglichen neuen Eskalationsstufe im Iran-Konflikt hat US-Präsident Donald Trump (79) erklärt, die US-Marine habe einen iranischen Frachter beschossen und geentert. Der Vorfall soll sich nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus im Golf von Oman ereignet haben, wo die USA eine Seeblockade aufrechterhalten.

Beschuss und Enterung des 295-Meter-Frachters

Laut Trumps Aussagen auf Truth Social habe der iranische Frachter „Touska“, der etwa 295 Meter lang ist, versucht, die US-Seeblockade zu umgehen. „Unser Marineschiff hat sie direkt gestoppt, indem es ein Loch in den Maschinenraum geschossen hat“, schrieb der US-Präsident. Anschließend hätten US-Marinesoldaten das Schiff unter ihre Kontrolle gebracht und würden nun untersuchen, was sich an Bord befinde.

Aus dem Iran gab es bislang keine offizielle Stellungnahme zu den Behauptungen. Trump zufolge sei der Frachter zuvor vom Lenkwaffenzerstörer „USS Spruance“ der US-Marine aufgefordert worden anzuhalten, was jedoch ignoriert worden sei.

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Unklare Fracht und angespannte Lage

Was genau der Frachter transportierte und welches Ziel er hatte, bleibt vorerst unklar. Ebenso offen ist, wie sich der angebliche Angriff auf die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Teheran und Washington auswirken wird. Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am Mittwoch aus, was die Situation zusätzlich verkompliziert.

Iran lehnt neue Verhandlungen ab

Vor dem Vorfall hatte Trump angekündigt, dass eine US-Delegation unter Vizepräsident JD Vance (41) am Montag zu neuen Verhandlungen nach Pakistan reisen werde. Die erste Verhandlungsrunde um einen Friedensdeal war dort nach 21 Stunden Gesprächen gescheitert.

Der Iran erteilte diesen Plänen jedoch eine klare Absage. Der staatliche TV-Sender Irib berichtete am Sonntag unter Berufung auf iranische Quellen: „Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen.“ Dies unterstreicht die tiefen Gräben zwischen den beiden Nationen und lässt wenig Hoffnung auf eine baldige Deeskalation.

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