Donald Trump kündigt Ende des US-Militäreinsatzes gegen Iran an – Nahost-Konflikt eskaliert weiter
Trump: USA werden Iran-Krieg beenden – Nahost eskaliert

Trump verkündet Ende des US-Militäreinsatzes gegen Iran

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem Sender NBC News das bevorstehende Ende des amerikanischen Militäreinsatzes gegen Iran angekündigt. »Wir machen das großartig«, erklärte Trump selbstbewusst. »Und es geht zu Ende.« Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll sich der Präsident bereits einen Tag zuvor gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden – selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibt.

Iran fordert Garantien für Kriegsende

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat für den Fall einer Beendigung des Konflikts »Garantien« verlangt. In einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa betonte Pezeshkian: »Wir haben den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden.« Dies gelte jedoch nur »unter der Bedingung«, dass die »notwendigen Garantien« gegeben seien, »um eine Wiederholung der Aggression zu verhindern«.

Papst Leo appelliert an Trump

Papst Leo hat sich direkt an US-Präsident Donald Trump gewandt und ihn aufgefordert, einen »Ausweg« zur Beendigung des Irankriegs zu suchen. »Hoffentlich sucht er nach einem Weg, die Gewalt zu verringern«, erklärte der Pontifex in Castel Gandolfo. Der Papst, der für seine bedachte Wortwahl bekannt ist, beklagte die hohe Zahl der Toten, darunter auch unschuldige Kinder, und äußerte die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt vor Ostern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Eskalation im Libanon: Acht Tote bei israelischen Luftangriffen

Die Situation im Libanon hat sich dramatisch zugespitzt. Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Landes sind nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. In der Gegend um die Küstenstadt Tyros kamen drei Menschen ums Leben, in der Region um Sidon starben vier weitere Personen. Ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation, die mit der von Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist, wurde im grenznahen Bint Dschubail getroffen, wobei ein Sanitäter getötet und 13 weitere Menschen verletzt wurden.

Israel kündigt Besetzung von Südlibanon an

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte die Absicht, bis auf Weiteres Teile des Südlibanons zu besetzen. Vertriebene Bewohner dürften erst zurückkehren, wenn die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Katz hatte zuvor sogar die Zerstörung aller Häuser in grenznahen Dörfern im Süden des Libanon angekündigt.

Hisbollah feuert weiter Raketen auf Israel

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz setzt ihre Angriffe auf Israel unvermindert fort. Im Laufe des Tages wurden Dutzende Drohnen und Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. In mehreren Regionen im Norden Israels, darunter auch in der Küstenstadt Haifa, heulten immer wieder die Warnsirenen. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete mehrere Verletzte, darunter ein leicht verletztes Kind.

US-Journalistin im Irak entführt

Mitten in Bagdad ist die amerikanische Journalistin Shelly Kittleson verschleppt worden. Mehrere vermummte Entführer zerrten die freiberufliche Reporterin vor dem Palestine-Hotel in ein Auto und versuchten, mit ihrer Geisel in Richtung der Kleinstadt Jurf al-Sakhar zu fliehen, die als Hochburg radikaler schiitischer Milizen bekannt ist. Das irakische Innenministerium konnte die Spur der Täter aufnehmen und einen Verdächtigen festnehmen. Ob Kittleson dabei verletzt befreit werden konnte, wurde zunächst nicht bestätigt.

Hintergrund der Entführung

Shelly Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus den Krisengebieten der Region. Ihre Texte und Bilder wurden im BBC World Service, Politico, Foreign Policy und diversen weiteren Medien veröffentlicht. Unbestätigten Meldungen zufolge soll die Iran-treue Gruppe Kataib Hisbollah hinter der Entführung stecken. Diese Miliz war bereits für die Entführung der russisch-israelischen Rechercheurin Elizabeth Tsurkov verantwortlich, die erst nach mehr als zwei Jahren im Herbst 2025 freikam.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Internationale Reaktionen und diplomatische Initiativen

Pakistan und China haben sich nach einem Treffen ihrer Außenminister in Peking für Frieden in Nahost ausgesprochen. In einer gemeinsamen Stellungnahme forderten sie eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und größtmögliche Anstrengungen, um eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern. Zudem solle humanitäre Hilfe in die vom Krieg betroffenen Gebiete vorgelassen und eine normale Passage der Straße von Hormus ermöglicht werden.

Italien verweigert USA Landeerlaubnis

Italien hat den USA laut Medienberichten untersagt, auf einem ihrer Militärstützpunkte zu landen. Diese Entscheidung unterstreicht die wachsenden internationalen Spannungen im Zusammenhang mit dem Irankrieg.

WHO verurteilt Angriffe in Teheran

Nahe dem Teheraner Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in den vergangenen zwei Nächten Einschläge registriert worden. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus verurteilte die Angriffe scharf: »Angriffe, die den Betrieb von WHO und anderen Uno-Organisationen stören und deren bekannte Einrichtungen beschädigen, sind inakzeptabel und müssen unter allen Umständen verhindert werden.« Alle Mitarbeiter des WHO-Büros seien wohlauf und unverletzt.