Trump attackiert Macron erneut mit persönlichen Sticheleien
US-Präsident Donald Trump (79) hat in einer öffentlichen Veranstaltung erneut scharfe Kritik an seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron (48) geübt. Dabei ging der amerikanische Staatschef diesmal besonders persönlich vor und bezog auch Macrons Ehefrau Brigitte (72) in seine spöttischen Bemerkungen mit ein.
Persönliche Angriffe und Nato-Kritik verknüpft
„Ich rufe also Frankreich an, Macron, dessen Frau ihn extrem schlecht behandelt“, sagte Trump vor lachendem Publikum. „Er erholt sich noch immer von ihrem rechten Schwinger an den Kiefer.“ Damit spielte Trump auf umstrittene Aufnahmen aus dem Jahr 2025 an, die Brigitte Macron während einer Vietnam-Reise zeigen. Die französische Seite hatte diese Interpretation der Bilder später als Teil einer Desinformationskampagne zurückgewiesen.
Der US-Präsident verknüpfte diese persönlichen Sticheleien direkt mit seiner scharfen Kritik an der Nato. Trump imitierte dabei Macrons französischen Akzent und behauptete, der französische Präsident habe militärische Unterstützung im Golfkonflikt abgelehnt: „Nein, nein, nein, wir können das nicht machen, Donald. Wir können es machen, wenn der Krieg gewonnen ist.“
Nato als „Papiertiger“ bezeichnet
Trump nutzte den Auftritt, um erneut sein Unverständnis über die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der Nato-Mitglieder im Iran-Krieg zu äußern. „Ich habe das also über die Nato gelernt, die Nato wird nicht da sein, wenn es jemals zu der großen Sache kommt“, sagte der US-Präsident ohne weitere Erläuterungen.
Besonders provokant war dabei Trumps wiederholte Bezeichnung des Militärbündnisses als „Papiertiger“. Erst am Vortag hatte die britische Zeitung „Telegraph“ ein Interview mit Trump veröffentlicht, in dem er denselben Begriff für die Nato verwendet hatte. Zusammen mit seinem Außenminister Marco Rubio kündigte Trump an, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach Beendigung des Iran-Kriegs zu überdenken.
Video kurzzeitig online – dann gelöscht
Die umstrittenen Szenen waren zunächst auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Weißen Hauses zu sehen, wo auch das Gelächter von Trumps Zuhörern deutlich zu hören war. Inzwischen wurde das Video jedoch aus dem Kanal entfernt. Die kurze Verfügbarkeit des Materials sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit und Diskussionen in den internationalen Medien.
Die erneuten Angriffe Trumps auf Macron setzen eine Serie von Spannungen zwischen den beiden Staatschefs fort, die bereits in früheren Amtsperioden des US-Präsidenten deutlich wurden. Die persönliche Ebene der jüngsten Kritik markiert dabei eine neue Eskalationsstufe in den transatlantischen Beziehungen.



