Trump zeigt sich gleichgültig: Iran-Teilnahme an WM 2026 ungewiss
Im exklusiven Interview mit der Global Reporterin Sophia Cai von POLITICO äußerte sich US-Präsident Donald Trump (79) deutlich zur möglichen Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das Turnier wird gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet. Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem der Iran als einziges von 48 teilnehmenden Ländern einem FIFA-Meeting der Teilnehmerverbände in Atlanta ferngeblieben war.
"Das ist mir wirklich egal" - Trumps klare Worte
Auf die Frage, ob der Iran bei der WM antreten werde, antwortete Trump am Dienstag unmissverständlich: "Das ist mir wirklich egal. Ich denke, der Iran ist ein sehr schwer geschlagenes Land. Sie laufen auf Reserve." Diese Äußerung fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen, nachdem die USA Angriffe auf das Regime in Teheran gestartet hatten.
Doppelte Unsicherheit: Einreise und Eskalation
Sophia Cai analysiert in ihrem Bericht eine doppelte Unsicherheit. Einerseits bestehen Zweifel, ob das Teheraner Regime angesichts der Eskalation im Nahen Osten überhaupt ein Team entsenden wird. Andererseits ist völlig offen, ob die US-Regierung iranischen Offiziellen die Einreise ins Land erlauben würde. Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich zu diesem sensiblen Vorgang bislang nicht geäußert.
Bereits im Dezember hatte es Visa-Probleme gegeben: Vor der Gruppenauslosung in Washington genehmigten die USA nicht alle Visa-Anträge der iranischen Delegation, woraufhin der Iran mit einem Boykott der Zeremonie drohte. Die FIFA vermittelte schließlich in diesem Streit, wie POLITICO unter Berufung auf Insider berichtet.
WM-Spielplan mit möglichem US-Iran-Duell
Der offizielle WM-Spielplan sieht vor, dass die iranische Nationalmannschaft in der Gruppe G am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland antritt, gefolgt von weiteren Spielen gegen Belgien (21. Juni) und Ägypten (26. Juni). Interessant wird es in der Runde der letzten 32: Am 3. Juli könnte es in Dallas zum Duell zwischen den USA und dem Iran kommen - vorausgesetzt, beide Teams belegen in ihren Gruppen den zweiten Platz.
Iranisches WM-Aus bereits angedeutet
Der Präsident des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte gegenüber Varzesh3 nach dem Ausbruch des Krieges bereits ein WM-Aus seines Landes angedeutet: "Sicher ist, dass wir nach diesem Angriff nicht mehr mit Hoffnung auf die Weltmeisterschaft blicken können." Eine endgültige Entscheidung über einen Rückzug des Iran wurde jedoch noch nicht verkündet.
Unterstützung aus Trumps Task Force
Andrew Giuliani, Trumps Task-Force-Chef für die WM, urteilte gegenüber POLITICO am Dienstag: "Die entschlossene Aktion von Präsident Trump zur Eliminierung des Ayatollahs beseitigt eine große destabilisierende Bedrohung und wird dazu beitragen, Menschen auf der ganzen Welt zu schützen, darunter Amerikaner und Millionen von Menschen, die planen, die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten zu besuchen." Dabei bezog er sich auf Ober-Mullah Ali Chamenei, der bei einem gezielten israelischen Schlag getötet wurde.
Ob der Iran tatsächlich an der WM 2026 teilnehmen wird, bleibt damit weiterhin ungewiss. Die politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran werfen ihren Schatten auf das sportliche Großereignis, während sich Präsident Trump in seiner charakteristischen Direktheit zu dem Thema äußert.



