Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Russland vorgeworfen, den Vorstoß Kiews zu einer einseitigen Waffenruhe zu ignorieren. Moskau habe einen realistischen und fairen Aufruf, die Feindseligkeiten zu beenden, einmal mehr missachtet, schrieb Sybiha auf der Plattform X. Russische Angriffe mit 108 Drohnen und drei Raketen hätten die ganze Nacht über angedauert. Damit habe Russland die von der Ukraine initiierte Waffenruhe verletzt.
Kiew: Russland lehnt Frieden ab
Dies zeige, dass Russland Frieden ablehne, argumentierte Sybiha. Er sprach von einem vorgetäuschten Aufruf Russlands zu einer Feuerpause am 9. Mai, der nichts mit Diplomatie zu tun habe. Kremlchef Wladimir Putin interessiere sich nur für Militärparaden, nicht für Menschenleben, so Sybiha. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, mehr Druck auf Russland auszuüben.
Selenskyj setzt Feuerpause fest
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Beginn der Feuerpause auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (23.00 Uhr MESZ am Dienstag) festgesetzt. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert. Selenskyj hatte erklärt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, falls die russische Seite sich nicht an die Waffenruhe halte.



