US-Politiker reagieren scharf auf Trumps Iran-Drohungen: »Wahnsinn« und »Kriegsverbrechen«
US-Politiker kritisieren Trumps Iran-Drohungen scharf

US-Politiker reagieren scharf auf Trumps wüste Iran-Drohungen

Angesichts der schrillen Drohungen von Donald Trump gegen Iran haben führende US-Politiker mit scharfer Kritik reagiert. Der ehemalige US-Präsident hatte auf seiner Plattform »Truth Social« mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur Irans gedroht und dabei selbst für seine Verhältnisse drastische Worte gewählt.

»Kraftwerks-Tag und Brücken-Tag«: Trumps Eskalationsdrohung

»Dienstag wird in Iran Kraftwerks-Tag und Brücken-Tag in einem sein«, schrieb Trump in einem Post, der für erhebliche Empörung sorgte. Mit Blick auf die strategisch wichtige Straße von Hormus forderte er in besonders drastischen Worten: »Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben.«

Diese Äußerungen lösten eine Welle der Kritik aus, die sowohl von politischen Gegnern als auch von ehemaligen Verbündeten kam.

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Marjorie Taylor Greene: »Er ist wahnsinnig geworden«

Besonders bemerkenswert ist die Reaktion von Marjorie Taylor Greene, die früher als erzkonservative Verbündete Trumps galt. Die ehemalige republikanische Abgeordnete äußerte sich auf X mit scharfen Worten: »Ich kenne euch alle und ihn, und er ist wahnsinnig geworden, und ihr alle seid mitschuldig.«

Greene forderte alle Christen in Trumps Umfeld auf, »auf die Knie zu gehen, Gott um Vergebung zu bitten, aufzuhören, den Präsidenten anzubeten, und Trumps Wahnsinn entgegenzutreten«. Sie betonte, dass Trumps Drohung, Kraftwerke und Brücken zu bombardieren, dem iranischen Volk schade – »genau dem Volk, das Trump angeblich befreien wollte«.

Demokraten fordern Kongress zum Eingreifen auf

Führende Demokraten drängen den Kongress zum Eingreifen. Minderheitsführer Chuck Schumer bezeichnete Trumps Äußerungen als Toben »wie ein durchgedrehter Irrer«. »Er droht mit möglichen Kriegsverbrechen und verprellt Verbündete«, schrieb Schumer bei X. »So ist er, aber so sind wir nicht. Unser Land verdient so viel Besseres.«

Senator Bernie Sanders ging noch weiter und bezeichnete Trumps Post als »die wirren Äußerungen eines gefährlichen und psychisch labilen Menschen«. Sanders forderte entschieden: »Der Kongress muss JETZT handeln. Beendet diesen Krieg.«

Weitere demokratische Stimmen der Kritik

Auch andere Demokraten äußerten sich ähnlich scharf:

  • Chris Murphy: »Das ist völlig, absolut wahnsinnig. Er hat bereits Tausende getötet. Er wird noch Tausende weitere töten.«
  • Ro Khanna forderte beim Sender NBC: »Wir müssen diesen Krieg jetzt beenden. Wir brauchen einen sofortigen Waffenstillstand.«

Iranische Reaktion und regionale Gefahren

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf reagierte ebenfalls auf X und warnte, dass mit »Kriegsverbrechen« nichts erreicht werden könne. Die einzige Lösung bestehe darin, »die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden«.

Ghalibaf drohte zudem, dass die »leichtsinnigen Schachzüge« die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen könnten – eine Warnung vor einer weiteren Eskalation des bereits angespannten Konflikts.

Die scharfen Reaktionen aus beiden politischen Lagern der USA zeigen, wie kontrovers Trumps Äußerungen aufgenommen werden. Während die Demokraten ein sofortiges Eingreifen des Kongresses fordern, kommt die Kritik von Marjorie Taylor Greene besonders überraschend, da sie früher zu den treuesten Unterstützern Trumps gehörte.

Die Situation bleibt angespannt, und viele Beobachter befürchten eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran, der bereits seit Jahren schwelt und durch solche Drohungen zusätzlich angefacht wird.

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