US-Militäruntersuchung bestätigt: Tomahawk-Rakete traf Schule im Iran
Bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Ohio verkündete Präsident Donald Trump, der Militäreinsatz gegen Iran laufe gut. Er grinste sichtlich erfreut, als er sich mit Fabrikarbeitern zum Foto aufstellte. Die Botschaft des Präsidenten an das heimische Publikum lautete: Alles normal, alles im Griff. Doch die Realität sieht anders aus.
175 Tote in iranischer Schule – wer übernimmt Verantwortung?
Die New York Times und andere US-Medien berichten über erste Ergebnisse einer internen US-Militäruntersuchung zu dem verheerenden Angriff auf eine Schule in der iranischen Stadt Minab. Dort waren gleich zu Beginn des Krieges 175 Menschen ums Leben gekommen, die allermeisten davon Kinder.
Laut der Zeitung bestätigen die vorläufigen Untersuchungsergebnisse den Verdacht, dass die Schule von einer US-amerikanischen Tomahawk-Rakete getroffen wurde. Die Zielplaner sollen veraltete Geheimdienstinformationen genutzt haben, in denen das Schulgebäude der nahe gelegenen Marinebasis des iranischen Militärs zugerechnet wurde.
Noch seien zahlreiche Fragen ungeklärt. Doch sollten sich die vorläufigen Ergebnisse zum Ende der Untersuchung bestätigen, wäre der Angriff sicherlich einer der folgenschwersten Fehler des US-Militärs der vergangenen Jahrzehnte. Als Trump auf den Bericht angesprochen wurde, sagte er nur: „Ich weiß davon nichts.“
Irreguläre Migration in die EU deutlich zurückgegangen
Frontex hat einen neuen Bericht über die ersten beiden Monate 2026 angekündigt. Demnach ist die irreguläre Migration nach Europa auch 2026 erneut deutlich zurückgegangen. In den ersten beiden Monaten registrierten die Grenzschützer rund 12.000 irreguläre Einreisen, das sind 52 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Für den Rückgang nennen die Frontex-Analysten zwei Gründe:
- Das Wetter auf den Hauptrouten war sehr schlecht.
- Die deutlich restriktivere Haltung Berlins wirkt sich auf die Zahlen aus.
Mittlerweile habe sich herumgesprochen, dass die Einreise nach Deutschland, nach wie vor für die meisten Migranten das Ziel in Europa, deutlich schwerer ist als früher. Einer der Schwerpunkte der Einreiseversuche bleibt laut Frontex die Passage über das Mittelmeer, gut 30 Prozent aller Migranten versuchten es über diese Route.
Unter den Migranten zählte Frontex vor allem Afghanen, Menschen aus Bangladesch und Algerien. Der Bericht erwähnt auch die Befürchtung, dass durch den Krieg im Nahen Osten eine neue Fluchtbewegung droht. Frontex werde dieses Phänomen genau beobachten.
Benzinpreise in Deutschland steigen weiter
Die Benzinpreise in Deutschland sind nach Beginn des Krieges stark gestiegen. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Mineralölkonzerne es mit den Preiserhöhungen übertreiben und sich die Taschen vollmachen. Doch es naht angeblich Abhilfe.
Die Bundesregierung will auf die stark steigenden Benzinpreise mit einer aus Österreich erprobten Maßnahme reagieren: Tankstellen sollen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen, nämlich mittags um 12 Uhr. Senken dürfen sie hingegen beliebig oft.
Was man bei dieser Gelegenheit erfährt, ist, dass Tankstellen in Deutschland bisher im Durchschnitt 22-mal am Tag die Preise ändern. Der ADAC-Experte Christian Laberer ist skeptisch: „Aus Sicht des ADAC kann durch eine Beschränkung auf eine einzelne Preiserhöhung nicht vollends ausgeschlossen werden, dass Gewinne maximiert werden und Preise unangemessen steigen.“
Außenminister Wadephul: Wiedergutmachung nach Anlaufschwierigkeiten
Nach einigen Anlaufschwierigkeiten legen Außenminister Johann Wadephul und sein Ministerium inzwischen einen beachtlichen Eifer bei der Evakuierung von Deutschen aus der Krisenzone im Nahen Osten an den Tag. Nach einem kurzen diplomatischen Besuch im Emirat Katar sorgte der Minister sogar dafür, dass einige deutsche Staatsangehörige mit ihm an Bord einer Militärmaschine der Luftwaffe ausfliegen konnten.
Das Ganze durfte von der Presse fotografiert werden, damit daheim auch jeder die gute Tat des Ministers mitbekommt. Noch zu Beginn der Krise hatte der Außenminister in einigen verunglückten Interviews den Eindruck vermittelt, er sei für die Gestrandeten nur so halb oder kaum zuständig. Das nennt man dann wohl: Wiedergutmachung.
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