US-Regierung dementiert Kurden-Bewaffnung: Eskalation im Nahost-Konflikt
USA dementieren Kurden-Bewaffnung im Iran-Konflikt

US-Regierung bestreitet Pläne zur Bewaffnung kurdischer Gruppen

Die US-Regierung hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach Präsident Donald Trump kurdische Kämpfer im Krieg gegen Iran bewaffnen wolle. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte in Washington, die Behauptungen seien falsch. Richtig sei lediglich, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region gesprochen habe, insbesondere im Zusammenhang mit dem US-Stützpunkt im Nordirak.

Medienberichte versus offizielle Dementis

Mehrere US-Medien hatten zuvor detailliert über angebliche Pläne berichtet. Dem Wall Street Journal zufolge soll Trump erwogen haben, die irakischen Kurden unter Führung von Masud Barsani im Kampf gegen die iranische Regierung zu unterstützen. CNN berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, der US-Geheimdienst CIA arbeite daran, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Teheran zu bewaffnen. Die US-Regierung stehe dazu in Gesprächen mit der iranischen Opposition und Kurdenvertretern im Irak.

Portugal erlaubt US-Nutzung der Militärbasis Lajes

Parallel dazu hat die portugiesische Regierung den USA erlaubt, den strategisch wichtigen Militärstützpunkt Lajes auf der Azoreninsel Terceira für Einsätze im Iran-Krieg zu nutzen. Ministerpräsident Luís Montenegro betonte jedoch im Parlament, diese Erlaubnis gelte nur unter drei strengen Bedingungen:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Die Einsätze müssen defensiven Charakters sein
  • Sie müssen notwendig und verhältnismäßig erfolgen
  • Sie dürfen ausschließlich gegen militärische Ziele gerichtet sein

Montenegro unterstrich, dass diese Auflagen im Einklang mit dem Völkerrecht stünden. Portugiesische Behörden hatten zuvor eingeräumt, dass die USA ihre Aktivitäten auf der Basis in den Wochen vor Kriegsbeginn intensiviert hatten.

Hisbollah bekräftigt Kampfbereitschaft

In der Region eskaliert der Konflikt weiter. Hisbollah-Chef Naim Kassim erklärte in seiner ersten Ansprache seit der jüngsten Eskalation: "Wir werden uns dem Feind nicht ergeben". Er sprach von "Konfrontation und Widerstand bis an die äußersten Grenzen" und bezeichnete Israel als existenzielle Bedrohung für die gesamte Region. Ein israelischer Armeesprecher konterte, die Hisbollah habe sich für einen Krieg entschieden und stelle iranische Interessen über das Wohl der libanesischen Zivilbevölkerung.

Strategische Bedeutung der Straße von Hormus

EU-Analysten gehen davon aus, dass die iranischen Ajatollahs ihre Macht trotz der Eskalation behalten werden. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Welt von der Region bleibt enorm: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus dem Gebiet um den Persischen Golf, bei Flüssigerdgas sieht die Situation ähnlich aus. Die aktuelle Blockade der Straße von Hormus durch Iran verdeutlicht, wie verwundbar die Weltwirtschaft durch diese Abhängigkeit ist.

Die Vereinigten Staaten und Israel setzen ihre Angriffe auf iranische Ziele fort. Ein US-U-Boot versenkte im Indischen Ozean ein iranisches Kriegsschiff, worauf Teheran mit Gegenschlägen antwortete. Der Konflikt weitet sich zunehmend aus und betrifft mittlerweile auch Beziehungen zu europäischen Partnern, wie der anhaltende Streit zwischen den USA und Spanien über Militärkooperation zeigt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration