Die USA haben den Vereinten Nationen (UN) erneut eine milliardenschwere Finanzspritze für humanitäre Hilfe gewährt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus New York meldet, überweisen die Vereinigten Staaten 1,8 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro) an die Weltorganisation. Das Geld ist für humanitäre Zwecke bestimmt und soll in den größten Krisenregionen der Welt eingesetzt werden.
Guterres dankt für Unterstützung
UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich erfreut über die Zahlung. Er betonte, dass die Mittel dazu beitragen würden, „Millionen von Menschen in den größten Krisenregionen mit lebensrettender Unterstützung zu erreichen“. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass die USA dem Nothilfebüro der Vereinten Nationen (Ocha) einen hohen Betrag zukommen lassen. Bereits im Dezember 2025 hatten die USA zwei Milliarden Dollar an Ocha überwiesen.
Rückgang der US-Zahlungen unter Trump
Allerdings waren die finanziellen Zuwendungen der USA an Ocha vor dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump teilweise um ein Vielfaches höher. Unter Trumps Führung haben die USA zudem ihre Mitgliedsbeiträge an die UN drastisch reduziert. Nach Angaben der Vereinten Nationen schulden die USA dem regulären Budget rund zwei Milliarden Dollar und dem Budget für Friedensmissionen etwa 2,2 Milliarden Dollar. Die UN stehen dadurch finanziell stark unter Druck.
Trumps kritische Haltung gegenüber der UN
US-Präsident Trump hat sich wiederholt kritisch über die Vereinten Nationen geäußert. Während seiner Regierungszeit sind die USA aus mehreren UN-Organisationen ausgetreten und haben sich aus Abkommen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen zurückgezogen. Die jüngste Zahlung für humanitäre Hilfe steht daher im Kontrast zu Trumps generell ablehnender Haltung gegenüber der Weltorganisation.



