USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten im Iran an – Berichte über Luftangriffe
Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines US-Kampfjets läuft auf Hochtouren, während aus dem Iran nun Berichte über Luftangriffe in einer Gegend eintreffen, in der sich der US-Soldat befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien.
Unabhängige Überprüfung steht aus
Keine der Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden des Irans geschickt, um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch den Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen.
Strategische Bedeutung der Suchoperation
Sollte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das ein großer Gewinn für Teheran, wie Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC erklärte. Der Iran hätte dann ein sehr starkes Druckmittel in den laufenden Spannungen. Rapp sprach deshalb von einer kritischen Mission für die US-Streitkräfte, die unter hohem Druck stehen, den Soldaten zu bergen.
Tasnim zitierte zudem eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Stattdessen bombardierten sie nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten – eine Behauptung, die von offizieller Seite nicht bestätigt wurde. Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, wonach Israels Militär Geheimdienstinformationen mit den USA teile und Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt habe.
Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden, was die Aufmerksamkeit nun vollständig auf das Schicksal des vermissten Besatzungsmitglieds lenkt. Die Situation bleibt angespannt, während internationale Beobachter die Entwicklungen genau verfolgen.



