USA unterbreiten Iran umfassenden Friedensplan - Eskalation im Nahen Osten dauert an
Die US-Regierung hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen detaillierten 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vorgelegt. Pakistan soll als Vermittler den Vorschlag an den Iran weitergeleitet haben, wie US-Medien wie das Portal Axios und die New York Times berichteten. Der Plan verlangt der Führung in Teheran dabei erhebliche Zugeständnisse ab. Parallel dazu ordnete die US-Regierung die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten an, was die angespannte Lage weiter verschärft.
Wirtschaftliche Folgen und diplomatische Manöver
Berichte über den angeblichen US-Vorschlag und ein mögliches Treffen zwischen Vertretern der USA und des Irans unter pakistanischer Vermittlung ließen den seit Kriegsbeginn drastisch gestiegenen Ölpreis leicht sinken. Dazu trugen auch zuversichtliche Äußerungen von US-Präsident Donald Trump bei, der erklärte, der Iran wolle unbedingt einen Deal abschließen. Für die USA seien Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance an Verhandlungen beteiligt. Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe erscheint jedoch unrealistisch, da der Iran weiterhin in der Lage ist, Israel und Staaten im Persischen Golf anzugreifen sowie die strategisch wichtige Straße von Hormus zu blockieren.
Irans Gegenforderungen und strategische Position
Das Wall Street Journal berichtete über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden, die ihrerseits zahlreiche Maximalforderungen enthält, denen Washington kaum nachkommen dürfte. Dazu gehören:
- Die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf
- Ein neues System, das dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist von großer strategischer Bedeutung für den Transport von Öl und Flüssiggas. Der Schiffsverkehr ist aktuell aufgrund iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen, was zu stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen führte.
Details des US-Plans und internationale Reaktionen
Die USA fordern in ihrem 15-Punkte-Plan unter anderem:
- Die Zerstörung wichtiger Anlagen des iranischen Atomprogramms
- Einen Stopp der Urananreicherung und der Herstellung ballistischer Raketen
- Eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus
- Die Abgabe des Bestands an bereits angereichertem Uran
Im Gegenzug sollen die harten Sanktionen gegen den Iran gelockert werden. Axios berichtete, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Trump mitgeteilt, die Iraner hätten bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt, darunter der Aufgabe ihrer Uranbestände. Offiziell dementiert Teheran jedoch jegliche Verhandlungen mit den Amerikanern. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron forderte in einem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian eine Beteiligung an Verhandlungen zur Deeskalation.
Militärische Entwicklungen und regionale Angriffe
Das US-Verteidigungsministerium ordnete die Verlegung von rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten an, während die New York Times von etwa 2.000 Soldaten sprach. Diese Spezialkräfte könnten als Speerspitze eines möglichen Bodeneinsatzes dienen. Zwar gibt es noch keine Entscheidung über den Einsatz von Bodentruppen im Iran, doch die Verlegung eröffnet Trump zusätzliche Handlungsoptionen. Spekulationen über eine mögliche Einnahme des wichtigen Ölexporthafens auf der Insel Charg durch US-Truppen als Druckmittel gegen den Iran halten an.
Der Iran setzte unterdessen seine Angriffe auf Ziele in den Staaten des Persischen Golfs fort, die er als US-Verbündete betrachtet. Am internationalen Flughafen von Kuwait geriet ein Treibstofflager nach einem Drohnenangriff in Brand, wobei der Schaden begrenzt blieb und keine Verletzten gemeldet wurden. In Saudi-Arabien fing die Luftabwehr zahlreiche Drohnen und eine ballistische Rakete ab, während in Bahrain Warnsirenen aktiviert wurden.



