Fax-Spitze von Ursula von der Leyen bringt EU-Parlament zum Lachen
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat mit einem humorvollen Seitenhieb auf die deutsche Fax-Kultur für allgemeine Heiterkeit im Europäischen Parlament gesorgt. Während ihrer Rede zum Thema Bürokratieabbau im Plenarsaal in Straßburg erwähnte sie beiläufig, dass einige Mitgliedstaaten ausschließlich Korrespondenz per Fax akzeptieren würden.
Wahrer Kern hinter der launigen Bemerkung
Nach einer kurzen Pause fügte von der Leyen mit einem verschmitzten Lächeln hinzu: „Das ist wahr“, was die zum Teil bereits lachenden Abgeordneten noch mehr amüsierte. Aus informellen Kreisen der EU-Kommission wurde bestätigt, dass sich die Spitzenpolitikerin konkret auf deutsche Praktiken bezog. In ihrer ausführlichen Rede zum Abbau bürokratischer Hürden illustrierte sie das Problem am Beispiel des Transports von Abfall zwischen EU-Staaten.
Der Transport von Müll von einem Mitgliedsland in ein anderes sollte eigentlich effizient, schnell und unkompliziert ablaufen, doch aufgrund übermäßiger Regulierung in verschiedenen Nationen gestaltet sich der Prozess als äußerst umständlich. Händler warten teilweise mehrere Monate, bis sie von den zuständigen Behörden die erforderliche Genehmigung für ihre Lieferungen erhalten.
Deutschlands beharrliche Fax-Nutzung bei EU-Richtlinien
Besonders pikant: Bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie für Mülltransporte setzt Deutschland nach Angaben aus Kommissionskreisen nach wie vor auf die veraltete Fax-Technologie. Diese Praxis steht im starken Kontrast zu modernen digitalen Kommunikationsmethoden und veranschaulicht die Herausforderungen, die der Bürokratieabbau in der Europäischen Union mit sich bringt.
Die Szene im Parlament zeigte von der Leyen in einer ungewöhnlich lockeren Atmosphäre, gemeinsam mit Kaja Kallas und António Luís Santos da Costa, dem Präsidenten des Europäischen Rates. Ihre pointierte Bemerkung traf nicht nur den Nerv der Anwesenden, sondern beleuchtete gleichzeitig ein reales administratives Problem innerhalb der EU-Strukturen.



