Die ehemalige Landesvorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Mecklenburg-Vorpommern, Melanie Dango, hat die Partei verlassen und ist in die SPD eingetreten. Dies gab Dango am Donnerstag bekannt. Sie möchte sich nun in der SPD engagieren, wo politische Arbeit auf Stabilität, Verantwortung und Vertrauen basiere. „Die SPD steht für diese Verlässlichkeit, gerade auch hier in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Dango.
Gründe für den Wechsel
In der aktuellen politischen Lage sei es wichtig, die demokratische Mitte zu stärken und Menschen wieder stärker für politische Prozesse zu gewinnen, erklärte Dango. Sie wolle in der SPD insbesondere an der Schnittstelle von gesellschaftlichen Fragen, Kommunikation und Organisation mitwirken. Der Schritt erfolgt knapp anderthalb Jahre nach der Gründung des BSW-Landesverbandes.
Rückblick auf die Parteigeschichte
Der BSW-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern wurde im Dezember 2024 gegründet. Damals wurden Melanie Dango und Friedrich Straetmanns zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Bereits im Herbst 2025 erklärten beide ihren Rücktritt von der Parteispitze im Nordosten. Straetmanns begründete seinen Rückzug mit gesundheitlichen Problemen, während Dango persönliche und familiäre Gründe nach der intensiven Aufbauphase anführte.
Aktuelle Umfragen zum BSW
Laut aktuellen Wahlumfragen könnte es für das BSW bei der Landtagswahl im Herbst knapp werden. Die jüngsten Erhebungen sehen die Partei bei fünf bis sechs Prozent, was den Einzug in den Landtag unsicher macht. Der Wechsel Dangos zur SPD könnte die Position des BSW weiter schwächen.



