Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt stellt das Land Sachsen-Anhalt etwa eine Million Euro für den Umbau des Alten Marktes bereit. Das teilte das Infrastrukturministerium mit. Ziel ist es, umfassende Maßnahmen zur Verhinderung sogenannter Überfahrtaten zu ergreifen. Das Projekt umfasst nicht nur den Marktplatz selbst, sondern auch das unmittelbar angrenzende Umfeld.
Neue Pollersysteme und Zufahrtssicherungen
Geplant sind unter anderem Pollersysteme und Zufahrtssicherungsanlagen, die Fahrzeuge daran hindern sollen, unkontrolliert auf den Platz zu gelangen. Zusätzlich sollen Elemente installiert werden, die sowohl Schutzfunktionen erfüllen als auch die Aufenthaltsqualität auf dem zentralen Platz vor dem Magdeburger Rathaus erhöhen. Dazu zählen Sitzgelegenheiten, Pflanzkübel, Beleuchtungselemente und Fahrradabstellmöglichkeiten.
Hintergrund des Anschlags
Kurz vor Weihnachten 2024 raste ein damals 50-jähriger Mann mit seinem Auto über den Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt. Bei der Tat starben sechs Menschen, mehr als 300 wurden zum Teil schwerst verletzt. Der Vorfall löste bundesweit Entsetzen aus und führte zu einer intensiven Debatte über Sicherheitsmaßnahmen auf öffentlichen Plätzen.
Bisherige Sicherheitsinvestitionen
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Magdeburg rund 250.000 Euro in neue Sicherheitssysteme investiert, um den Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt durchführen zu können. Die Verwaltung arbeitet derzeit an einem neuen Gesamtkonzept für den Platz, auf dem auch regelmäßig Wochenmärkte stattfinden. Das neue Sicherheitskonzept soll sowohl temporäre Veranstaltungen als auch den Alltagsbetrieb berücksichtigen.
Die Stadtverwaltung betont, dass die Sicherheit der Bürger oberste Priorität habe. Die geplanten Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit Experten für Veranstaltungssicherheit und Stadtplanung entwickelt. Ziel sei es, den Alten Markt als lebendigen Ort der Begegnung zu erhalten, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.



