Niedersachsen: Fremdsprachen-Anforderungen später im Lehrplan
Fremdsprachen-Anforderungen in Niedersachsen verschoben

In Niedersachsen hat das Kultusministerium die Anforderungen an den Fremdsprachenunterricht geändert. Schülerinnen und Schüler müssen nun erst am Ende der Jahrgangsstufe 11 das Sprachniveau B1 in Französisch und Spanisch erreichen, statt wie bisher nach der 10. Klasse. Das gab das Ministerium bekannt und reagiert damit auf die Praxis, dass das bisherige Ziel an keiner Schulform realistisch war.

Gründe für die Verschiebung

Anders als bei Englisch beginnen die Schüler in Niedersachsen später mit dem Erlernen von Französisch und Spanisch. Daher war es nach Ansicht des Ministeriums nicht erreichbar, nach der 10. Klasse das Niveau B1 zu besitzen. Die neue Zielvorgabe für das Ende der 10. Klasse ist nun das Sprachniveau A2 sowie in Teilen weiterhin B1. Das Abitur in der 13. Klasse soll weiterhin das Niveau B2 sichern.

Was die Sprachniveaus bedeuten

Die sechs Sprachniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen reichen von A1 (Anfänger) bis C2 (muttersprachlich). A2 beschreibt Grundkenntnisse, B1 eine fortgeschrittene Sprachverwendung, bei der die meisten Situationen auf Reisen bewältigt werden können. Durch die Änderung im Lehrplan werden die Anforderungen nicht reduziert, sondern zeitlich anders verteilt. Inhalte und Kompetenzen, die bisher bis zum Ende der 10. Klasse vermittelt wurden, werden nun stärker in den 11. Jahrgang verlagert.

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Die Entscheidung des Kultusministeriums basiert auf einer realistischen Einschätzung der Lernfortschritte und soll den Schülern mehr Zeit geben, die Fremdsprachen gründlich zu erlernen. Die Neuregelung gilt ab sofort für alle Schulformen in Niedersachsen.

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