Goldspürhunde aus Ungarn: Jagd nach dem Schatz von Manching in Plate
Goldspürhunde: Jagd nach dem Schatz von Manching

In Plate bei Schwerin läuft eine großangelegte Suchaktion nach dem verschwundenen Goldschatz von Manching. Ermittler des bayerischen Landeskriminalamtes durchsuchen seit Montag, dem 4. Mai, erneut ein Wohnanwesen des mutmaßlichen Haupttäters. Unterstützt werden sie dabei von Goldspürhunden aus Ungarn, die speziell darauf trainiert sind, Gold aufzuspüren.

Internationale Unterstützung für die Ermittler

Die Aktion wird von einem internationalen Netzwerk unterstützt, darunter das Bundeskriminalamt, Kräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und eine von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geleitete „Heritage Crime Task Force“. Experten aus Kanada, Großbritannien, den USA und Ungarn arbeiten zusammen, um den Schatz zu finden.

Rund 60 Einsatzkräfte sind vor Ort, die Suche ist auf mehrere Tage angelegt. Die Ermittler durchleuchten das Grundstück mit modernster Radartechnik, zerlegen Möbel und vermessen Räume, um mögliche Verstecke zu entdecken.

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Goldspürhunde im Einsatz

Besonders ungewöhnlich ist der Einsatz von Goldspürhunden. Zwei Hunde – ein Cocker Spaniel und ein Schäferhund – aus Ungarn, die zum Nationalmuseum Budapest gehören, können Gold riechen. „Das ist schon etwas sehr Besonderes“, sagte Fabian Puchelt, Pressesprecher des LKA Bayern. Parallel dazu sucht ein Banknotenspürhund aus Mecklenburg-Vorpommern nach größeren Bargeldmengen, die ebenfalls auf dem Grundstück versteckt sein könnten.

Hintergrund des Kunstraubs

In der Nacht zum 22. November 2022 drangen Täter in das Kelten Römer Museum in Manching ein und entwendeten den größten keltischen Goldfund des 20. Jahrhunderts: 483 Münzen und einen Goldklumpen mit einem Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm. Der Schatz wurde 1999 entdeckt und war das Herzstück der Ausstellung.

Vier Männer wurden im Juli 2023 festgenommen und wegen schweren Bandendiebstahls zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie elf Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ein Teil der Beute, etwa 500 Gramm Gold, wurde bereits gefunden – mutmaßlich eingeschmolzen. Die Ermittler hoffen, die restlichen 411 Münzen unversehrt zu finden.

Neue Ermittlungen wegen Geldwäsche

Die aktuelle Durchsuchung läuft in einem neuen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche. Neben dem inhaftierten Haupttäter steht auch seine Lebensgefährtin im Fokus, die von den Taten gewusst und beim Umgang mit dem mutmaßlich kriminell erlangten Geld geholfen haben soll.

„Es wäre wirklich ein riesengroßer Erfolg, wenn wir hier doch noch fündig werden und vor allem, wenn die restlichen Münzen unversehrt sind und nicht eingeschmolzen wurden“, betonte Fabian Puchelt.

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