Goldspürhunde suchen nach gestohlenem Keltenschatz in Mecklenburg-Vorpommern
Goldspürhunde suchen Keltenschatz in MV

Mehr als drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl eines Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching haben die Ermittlungen eine neue Wendung genommen. Die Polizei durchsucht seit dem Morgen ein Anwesen in Plate in Mecklenburg-Vorpommern, das dem Hauptverdächtigen und seiner Partnerin gehört. Dabei setzen die Beamten nicht nur auf Bargeldspürhunde, sondern auch auf speziell ausgebildete Goldspürhunde aus dem ungarischen Nationalmuseum.

Spezialhunde und internationale Experten im Einsatz

„Diese Hunde sind speziell auf Gold trainiert“, erklärt Fabian Puchelt vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA). „Und die brauchen wir natürlich auch hier.“ Die Hunde durchsuchen derzeit den Garten des Grundstücks und sollen später auch das Haus abschnüffeln. Neben den Spürhunden sind auch Experten aus verschiedenen Bereichen vor Ort, darunter Forensiker, Zollbeamte und Kollegen der kanadischen Toronto Police, die sich auf das Auffinden versteckter Gegenstände spezialisiert haben.

Neue Erkenntnisse führen zu erneuter Durchsuchung

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Großteil der Beute professionell auf dem Grundstück versteckt wurde, um später verkauft zu werden. „Wir hatten umfangreiche Ermittlungen, auch nach den Verurteilungen der Haupttäter, und haben trotzdem festgestellt, dass das Gold in Summe nur hier versteckt sein kann“, sagt Puchelt. Es handelt sich um 411 Goldmünzen und einen Goldgusskuchen, insgesamt etwa drei Kilogramm Gold. Zudem vermuten die Beamten, dass dort auch größere Mengen Bargeld aus anderen Einbrüchen der Gruppe versteckt sein könnten.

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Technische Hilfsmittel und gründliche Suche

Bei der Durchsuchung kommt auch Röntgen- und Radartechnik zum Einsatz. Die Ermittler wollen jedes Zimmer vermessen und mit den originalen Bauplänen abgleichen, um doppelte Wände oder bauliche Veränderungen zu entdecken. Jedes Möbelstück soll auf Verstecke geprüft werden. Bislang haben die Beamten noch nichts gefunden, die Suche soll jedoch fortgesetzt werden.

Ermittlungen gegen die Partnerin des Hauptverdächtigen

Die Partnerin des Hauptverdächtigen steht im Verdacht, ihre Hilfe beim Verkauf des Goldes angeboten zu haben. Gegen sie wird wegen Geldwäsche ermittelt. Ihr Partner sitzt weiterhin in Untersuchungshaft in München, das Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig. An der Durchsuchung sind neben den LKAs Bayern und Mecklenburg-Vorpommern auch die Staatsanwaltschaft Ingolstadt, das Bundeskriminalamt und eine internationale Taskforce gegen illegalen Handel mit Kulturgütern beteiligt.

Puchelt betont: „Wir haben uns jetzt kein Zeitlimit gesetzt, sondern wir suchen wirklich so lange, bis wir etwas gefunden haben oder bis wir wirklich ausschließen können, dass es dann vielleicht doch nicht hier vor Ort war.“

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