Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Landtagspräsidentin Birgit Hesse hat zu Beginn der Landtagssitzung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren und an die Opfer von NS-Gewalt und Krieg erinnert. Der 8. Mai 1945 sei jedoch nicht nur ein Tag der Erinnerung, sondern auch des Aufbruchs gewesen, sagte sie weiter. „Aus den Trümmern von Krieg und Diktatur entstand eine neue Ordnung. Eine Ordnung, die auf Freiheit, Recht und Menschenwürde gründet.“
Die freiheitlich-demokratische Grundordnung von heute sei eine bewusste Antwort auf die Erfahrung von Unrecht und Willkür. „Das Grundgesetz, das wenige Jahre nach Kriegsende in Kraft trat, beginnt mit einem Satz, der alles andere trägt: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der 8. Mai stehe damit für einen doppelten Aufbruch, „für das Ende eines verbrecherischen Systems und für den Beginn einer demokratischen Zukunft.“
Hesse erwähnt Jahre des Sozialismus im Osten nicht
Hesse erwähnte in ihrer Rede nicht die Zeit der sowjetischen Besatzung im Osten Deutschlands und die Jahre der DDR bis zum Mauerfall 1989. In dieser Zeit gab es in dem Teil Deutschlands, in dem das heutige Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt, keine Demokratie.
Mahnung zur Verteidigung der Demokratie
Die Landtagspräsidentin mahnte, die Demokratie weiterhin ernst zu nehmen und zu widersprechen, wenn Menschenwürde relativiert werde. „Dass wir Haltung zeigen, wenn Hass und Hetze Raum greifen und dass wir uns einmischen, im Großen wie im Kleinen.“



