Feiertagsschrecken: Tausende Bienen am Frühstückstisch
Claudia Marsal hatte sich am 1. Mai mit einem Kaffee auf der Terrasse niedergelassen, als ein unheilvolles Brummen die Idylle störte. Was zunächst wie ein Rasenmäher klang, entpuppte sich als gewaltiger Bienenschwarm. In Windeseile wurden Kinder und Hund in Sicherheit gebracht, Fenster geschlossen und Hilfe organisiert.
Der erste Anruf bei einem befreundeten Förster blieb erfolglos. Ein zweiter Anruf bei einem tierkundigen Freund führte schließlich zum Präsidenten des Deutschen Imkerbundes, Torsten Ellmann. Der Diplomchemiker aus Pasewalk ließ alles stehen und liegen und eilte der Familie zu Hilfe.
Professionelle Rettungsaktion
Mit Imkermontur und einer speziellen Kiste ausgerüstet, nahm sich Ellmann des Schwarms an. Er erkannte sofort, dass es sich um mehrere tausend Bienen handelte, die mit ihrer alten Königin ausgeschwärmt waren, um ein neues Volk zu gründen. „Wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen, sondern Ruhe zu bewahren und einen Imker zu kontaktieren“, erklärte Ellmann. Die Bienen seien sanftmütig gewesen, dennoch trug er Schutzkleidung, da er das Volk nicht kannte.
Die Kiste wog später knapp drei Kilogramm – schätzungsweise bis zu 20.000 Bienen. Sie hatten Futter für drei Tage im Honigmagen dabei. Die Familie bedankte sich herzlich für die schnelle und professionelle Hilfe.



