Neue Kooperation Berlin-Stettin: Millionenförderung für Verkehr und Kulturprojekte
Kooperation Berlin-Stettin: Förderung für Verkehr und Kultur

Neuer Zukunftsraum Berlin-Stettin: Kommunen starten grenzüberschreitende Kooperation

Mehr als fünfzig deutsche und polnische Vertreter aus Kommunen und Landkreisen haben das Startsignal für eine vertiefte Zusammenarbeit entlang der Achse Berlin-Stettin gegeben. Die neu unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit dem Namen „Zukunftsraum Berlin – Stettin“ markiert einen bedeutenden Schritt in der regionalen Entwicklung zwischen Deutschland und Polen.

Breit angelegte Zusammenarbeit mit EU-Förderung

Die Uckermark, der Landkreis Barnim, Städte und Gemeinden im Nordosten Brandenburgs, die polnische Hafenstadt Stettin sowie das Land Berlin haben eine umfassende Kooperation initiiert. Diese Zusammenarbeit dient der Entwicklung gemeinsamer Projekte, die förderwürdig sind und von der Europäischen Union unterstützt werden. Es geht dabei um Hilfen in Millionenhöhe, die in den Zukunftsraum fließen könnten – insbesondere für den Straßen- und Brückenbau, eine verbesserte Bahnanbindung sowie kulturellen Austausch zwischen den Regionen.

„Schwedt und die polnische Region sind bereits sehr gut zusammengewachsen, auch ohne formelle Vereinbarungen. Wenn wir jedoch die große Metropolregion gemeinsam entwickeln, entstehen weit bessere Ideen als im Alleingang“, erklärt Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe. „Die nun absehbaren Infrastrukturverbesserungen auf Schiene, Straße und Wasserwegen sichern die Anbindung von Schwedt an die Metropolen Berlin und Stettin.“ Schwedt setze beim Infrastrukturausbau bewusst auf das polnische Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Städtekette von Berlin bis Stettin

Prägend für den neuen Zukunftsraum sind die wie auf einer Perlenkette aufgereihten Städte, beginnend von Berlin-Pankow über Bernau, Eberswalde, Angermünde und Schwedt bis hin zur polnischen Hafenstadt Stettin. Dazu zählt ebenfalls Prenzlau mit dem über Pasewalk nach Norden abzweigenden Ast. Diese geografische Verbindung bildet das Rückgrat der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Welche Chancen sieht die große Hafenstadt Stettin in der Kooperation mit der kleineren Stadt Schwedt? Piotr Krzystek, Stadtpräsident von Stettin, hat eine klare Antwort: „Wir sind jeder Zusammenarbeit gegenüber offen. Stettin ist für Schwedt die nächstgelegene Metropole. Viele Schwedter nutzen bereits unsere Dienstleistungen und Attraktionen. Gleichzeitig besuchen viele Stettiner gerne die kulturellen Angebote und die schöne Natur in Schwedt.“

Win-win-Situation und neue Synergien

Piotr Krzystek betont eine Win-win-Situation für beide Städte und deutet konkrete neue Vorhaben an, beispielsweise im Radwegebau oder in der Telemedizin. „Die Grenze ist nur eine Markierung auf der Landkarte“, stellt er fest. Der Speckgürtel von Stettin wachse immer stärker in die Uckermark hinein, was die natürliche Verflechtung der Regionen unterstreicht.

Ute Ehrhardt, Bürgermeisterin von Angermünde, ist überzeugt, dass sich durch die Kooperation ganz neue Synergieeffekte ergeben: „Unsere Stadt liegt am Knotenpunkt der Achse Berlin – Stettin. Wenn wir uns entlang der Bahnstrecke zusammentun, kann nachhaltiges Wachstum entstehen, das die Lebensqualität der Angermünder Bürger spürbar erhöht.“

Angesichts des wirtschaftlichen Umbaus, der in Schwedt bereits begonnen hat, steht eine zentrale Frage im Mittelpunkt, wie Annekathrin Hoppe erklärt: „Wir benötigen in erster Linie Arbeitsplätze für die Menschen. Dies eint die deutsche und polnische Seite. Wenn wir daran gemeinsam arbeiten, erreichen wir das hohe C der Zusammenarbeit.“ Es gehe darum, den Wirtschaftsraum zwischen Berlin und Stettin neu zu denken und eine Regionalentwicklung zu gestalten, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung erfolgte im Beisein von Alexander Slotty von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Maik Berendt, stellvertretender Bürgermeister von Eberswalde, und Piotr Krzystek, Stadtpräsident von Stettin. Diese neue Allianz entlang der Bahnstrecke Berlin-Stettin eröffnet nicht nur Chancen für Verkehr und Alltag, sondern schafft auch die Grundlage für eine nachhaltige grenzüberschreitende Entwicklung mit konkreten Projekten und Fördermöglichkeiten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration