In Berlin hat das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren begonnen. Die Veranstaltungen rund um den Jahrestag verliefen zunächst ohne Zwischenfälle, wie eine Sprecherin der Polizei am Mittag mitteilte. Störaktionen blieben aus. Die Polizei begleitet die Veranstaltungen mit 380 Kräften.
Verbot russischer Symbole
Wie in den Vorjahren dürfen an den drei sowjetischen Ehrenmalen in Berlin keine russischen Symbole gezeigt werden. Die Polizei hatte Uniformen und russische Fahnen wegen des Ukraine-Krieges verboten. Die Begründung: Wegen des Russland-Ukraine-Krieges sei mit einem Aufeinandertreffen unterschiedlicher politischer Positionen zu rechnen.
Blumen und Kränze niedergelegt
Viele Menschen legten am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park rote Blumen nieder, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren zu erinnern. Auch Kränze wurden niedergelegt. Am Ehrenmal im Treptower Park wurde ein Kranz in den Farben der Ukraine aufgestellt. Die Aufschrift lautete: „Gegen Invasoren gestern heute morgen.“
Teilnahme der „Nachtwölfe“
Russische oder deutsche Mitglieder des prorussischen und nationalistischen Motorradclubs „Nachtwölfe“ sind wie in den vergangenen Jahren zu dem Gedenktermin aus Osteuropa nach Deutschland gefahren. Die Gruppe der Motorradfahrer wollte voraussichtlich heute von Sachsen aus kommend durch Brandenburg fahren.
Historischer Hintergrund
Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft. Damit endete die NS-Diktatur und der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten in Europa. Entscheidenden Anteil am Sieg der vier Alliierten hatte die Rote Armee der Sowjetunion, die im Frühjahr 1945 Berlin einnahm. Wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine hat das Gedenken in Berlin besondere Brisanz.



