Miesbachs Landrat Olaf von Löwis (CSU) tritt nach sechsjähriger Amtszeit ab. Im Interview blickt der 58-jährige Forstwirt auf seine Zeit im Amt zurück und äußert sich zu seinem umstrittenen Auftritt bei der Talkshow „Markus Lanz“ im Jahr 2024.
Der „Held“-Satz und seine Folgen
In der Sendung hatte von Löwis gesagt, jeder Bürgermeister, der sein Dorf „flüchtlingsfrei“ halten könne, sei ein „Held“. Diese Aussage löste bundesweit Diskussionen aus. Heute würde er diesen Satz nicht mehr wiederholen, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion betont. „Ich habe damals die Stimmung in den Gemeinden beschreiben wollen, aber die Wortwahl war unglücklich“, erklärt von Löwis. Die Kritik habe ihn zum Nachdenken angeregt.
Bilanz seiner Amtszeit
Der CSU-Politiker zieht eine gemischte Bilanz: „Es gab Erfolge, aber auch Rückschläge. Besonders der Umgang mit der Flüchtlingssituation hat mich gefordert.“ Als Landrat habe er stets versucht, zwischen den Interessen der Kommunen und den gesetzlichen Vorgaben zu vermitteln. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird im September 2026 gewählt.
Abschied und Ausblick
Von Löwis kehrt nun zu seinem ursprünglichen Beruf als Forstwirt zurück. „Ich freue mich auf die Arbeit im Wald, die weniger politisch ist“, sagt er mit einem Lächeln. Die politische Bühne verlässt er jedoch nicht ganz: „Ich werde mich weiterhin kommunalpolitisch engagieren, aber nicht mehr in führender Position.“



