Neue Läden in Ueckermünde: Eiscafé und Sanitätshaus eröffnen
Neue Läden in Ueckermünde: Eiscafé und Sanitätshaus

Immer wieder ist vom Niedergang des Einzelhandels in der Ueckermünder Altstadt die Rede. Doch nun füllen sich zwei leerstehende Ladenlokale wieder mit Leben. In der Hospitalstraße 1 eröffnet am 1. Mai das „Eiscafé Ahl“, und in der Ueckerstraße 53 zieht das Sanitätshaus „Ostseewind“ ein.

Eiscafé Ahl: Tradition seit DDR-Zeiten

Der Name Ahl ist in Ueckermünde untrennbar mit dem Eisverkauf verbunden. Bereits 1982 bauten Irma und Siegfried Ahl einen Bauwagen um und verkauften Softeis am Schweinemarkt – dort, wo heute eine Pizzeria steht. Der Familienbetrieb setzt diese Tradition fort. Ihr Sohn Andreas Ahl eröffnet nun ein neues Eiscafé in der Hospitalstraße 1. Er wird 15 wechselnde Eissorten aus eigener Herstellung, Softeis, Eisbecher, Kaffee und Kuchen anbieten. Zudem können Kunden Motiv-, Hochzeits- und Wunschtorten für private Feiern bestellen.

Den Schritt wagte Andreas Ahl nach längerer Überlegung. Die Hauseigentümer, Familie Schöffel, fragten bei ihm an, da das Lokal lange leer stand. Sie kamen ihm bei der Miete entgegen, wofür der Inhaber dankbar ist. „Sonst hätte ich es nicht gemacht“, betont er. Entscheidend sei die Unterstützung der Einheimischen: „Alles steht und fällt mit den Ueckermündern.“ Touristen allein reichten nicht aus, um den Betrieb zu tragen. Das Eiscafé wird voraussichtlich von Mai an mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein. Auf dem Marktplatz stehen 30 Plätze zur Verfügung, im Café sind es 20.

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Die Eisgeschichte der Familie Ahl reicht über die Wendezeit hinaus. Nach 1990 errichteten seine Eltern das Restaurant und Eiscafé Ahl in der Goethestraße. Andreas Ahl war bei seinem Bruder Wolfgang angestellt und für die Eiskreationen zuständig. Als die Gastronomie 2023 nach 32 Jahren schloss, wurde das Eis ab 2024 in der Gaststätte Schiffslaterne an der Oststraße verkauft.

Sanitätshaus Ostseewind: Zufall führte nach Ueckermünde

In der Ueckerstraße 53 zieht das Sanitätshaus „Ostseewind“ ein. Inhaber Felix Redieß betreibt bereits eine Hauptfiliale in Jarmen und eine weitere in Altentreptow. Der Hauseigentümer erneuerte Fußboden, Türen und Bad, um moderne Ladenräume zu schaffen. Wie Redieß auf Ueckermünde kam? „Das war reiner Zufall“, erzählt er. Bei einem Besuch im Seebad sei ihm die Schönheit der Stadt aufgefallen. Er erkundigte sich nach passenden Flächen und fand die Räume in der Ueckerstraße.

Das Sanitätshaus eröffnet am Montag, dem 4. Mai. Für Ueckermünde stellte Redieß zwei Mitarbeiterinnen ein: Vera Sponholz und Maxi Zänkert, die in Jarmen eingearbeitet wurden. Das Geschäft bietet Reha-Technik wie Rollstühle, Rollatoren und Pflegebetten sowie Produkte zur Kompressions- und Inkontinenzversorgung, Schuheinlagen, Bandagen, Brustprothesen und vieles mehr.

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