Neue Ortsschilder in Parchim: Ein Wohlfühlort seit über 800 Jahren
Die Stadt Parchim hat an fünf Ortseingängen neue Willkommenstafeln aufgestellt. Sie tragen den Schriftzug „Herzlich willkommen – Ein Wohlfühlort seit über 800 Jahren“. Die Schilder stehen an den Zufahrten aus Richtung Slate (B191/B321), von der Autobahn über die Ziegendorfer Straße, aus Schwerin (B321), aus Lübz (B191) und aus Spornitz (B191).
Anlass und Gestaltung
Die alten Schilder waren stark verwittert, wie Bürgermeister Dirk Flörke erklärte. Die neuen Tafeln sind Teil der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Stadtjubiläum und zeigen das offizielle Jubiläumslogo. Sie sollen etwa zwei Jahre lang stehen bleiben, bevor sie aufgefrischt werden.
Bereits in der Vorwoche wurden an allen Ortseingängen zusätzliche weiße Tafeln mit dem plattdeutschen Namen „Parchen“ montiert. Auch der lokale Spitzname „Pütt“ ist darauf zu finden. Stadtsprecher Axel Schott betonte, dass man damit Diskussionen über den korrekten plattdeutschen Namen vermeiden wolle.
Rechtliche Grundlage
Die Möglichkeit, niederdeutsche Ortsnamen auf Zusatzzeichen zu führen, basiert auf der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung sowie einem Erlass des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommerns. Die Stadt musste einen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde stellen und die Gebräuchlichkeit des Namens nachweisen. Insgesamt hängen nun an 14 Ortseingangstafeln die plattdeutschen Zusatzschilder.
Lokale Produktion
Die Schilder wurden von der Parchimer Firma Max Jacob Schilderfabrik hergestellt, die seit 1992 in der Weststadt ansässig ist. Das Unternehmen wurde 1912 in Hamburg gegründet und stellte ab 1930 Schilder her. Seit 2014 konzentriert sich die Produktion vollständig auf den Standort Parchim. Betriebsleiter Frank Massow zeigte sich erfreut über den Auftrag und betonte die regionale Verbundenheit des Unternehmens.



