Das geplante interkommunale Gewerbegebiet von Aschersleben, Seeland, Arnstein und Falkenstein sorgt weiterhin für hitzige Debatten. Mehr als 1.600 Menschen haben sich nun an einer Unterschriftensammlung beteiligt, um gegen die Pläne zu protestieren. Die Listen wurden im Stadtrat an Oberbürgermeister Steffen Amme übergeben.
Kritik an Flächenverbrauch und Umweltauswirkungen
Das Gewerbegebiet soll auf einer Fläche von rund 350 Hektar an der Bundesstraße 180 zwischen Aschersleben und Winningen entstehen. Kritiker bemängeln den Verlust wertvoller Ackerfläche und befürchten negative Auswirkungen auf die Umwelt. „Wir können nicht einfach unsere besten Böden für Gewerbe opfern“, sagte ein Sprecher der Initiative. Die Befürworter hingegen betonen die Schaffung neuer Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die beteiligten Gemeinden.
Wie geht es weiter?
Oberbürgermeister Amme nahm die Unterschriften entgegen und versprach, sich mit den Anliegen der Bürger auseinanderzusetzen. „Wir werden die Einwände prüfen und in den weiteren Planungsprozess einfließen lassen“, erklärte er. Die Stadtverwaltung wird nun eine Stellungnahme erarbeiten und diese dem Stadtrat vorlegen. Eine endgültige Entscheidung über das Gewerbegebiet steht noch aus. Die Initiative kündigte an, den Druck aufrechtzuerhalten und weitere Aktionen zu planen, falls ihre Forderungen nicht berücksichtigt werden.



