Die neue Regionale Schule in Bützow nimmt äußerlich Gestalt an, doch im Inneren gibt es noch viel zu tun. Bürgermeister Christian Grüschow spricht offen von großen Herausforderungen: „Es gibt noch echt viel zu tun.“ Einige Arbeiten hinken dem Zeitplan hinterher und behindern andere Gewerke.
Fertigstellung später als geplant
Nach fast zweijähriger Bauzeit ist der Termindruck größer denn je. Die Schule soll zum neuen Schuljahr 2026/27 fertig sein – deutlich später als ursprünglich geplant. Zwar sind einige Räume bereits bezugsfertig, doch in vielen Bereichen wird noch gesägt, geschraubt und geschliffen.
Insolvenz einer Baufirma
Das größte Sorgenkind war der Trockenbau. Die beauftragte Firma meldete im vergangenen Monat Insolvenz an. „Um den Terminplan zu halten, wurde eine kurzfristige Lösung gesucht. Wir sind guter Dinge, dass wir die Verzögerungen auffangen werden“, sagt Grüschow. Die feierliche Einweihung ist für den 20. August geplant.
Mehrkosten und Einsparungen
Der Lüftungsbau und die Elektroinstallation kosteten jeweils rund 500.000 Euro mehr. „Nach derzeitiger Einschätzung ist das Gesamtbudget dennoch nicht gefährdet. Wir konnten an anderer Stelle einsparen, zum Beispiel bei der Außenanlage und den Betonarbeiten“, erklärt Grüschow.
Bevor die technische Abnahme der Lüftungsanlage erfolgen kann, müssen alle staubintensiven Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein. Das setzt alle Gewerke unter Zugzwang: Decken müssen verkleidet, der Trockenbau beendet und die Stufenanlage im Foyer aufgebaut werden.
Zahlen und Fakten zur neuen Schule
Mehr als 400 Schüler sollen im neuen Schuljahr einziehen. Die Schule hat eine Grundfläche von 9000 Quadratmetern und eine Nutzfläche von 6000 Quadratmetern. Im Obergeschoss gibt es 18 Klassenräume, im unteren Bereich Fachräume, Mensa und Foyer. Zudem gibt es sieben Kabinette für neun Berufsbilder. „Acht sind bisher besetzt“, so Grüschow.
Außenanlage macht Fortschritte
Während innen noch Baustellen sind, geht es außen sichtbar voran. Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, die Zuwegung zur Bushaltestelle ist erkennbar, die Fundamente der Fahrradständer sind gegossen. Der Parkplatz der angrenzenden Sporthalle wird erneuert. Es läuft nicht alles schief, aber auch nicht alles glatt. Ob die Schule am 20. August eingeweiht werden kann, bleibt spannend.



