In Blumenthal und Ueckermünde werden am Freitag und Sonnabend viele historische Militäruniformen zu sehen sein. Die Schwarzpulverkanoniere vom Verband Deutscher Schwarzpulverkanoniere geben sich wieder ein Stelldichein und werden erneut Ereignisse aus der Geschichte der Region nachstellen, teilte Mario Wendel vom Verband mit.
Einnahme von Ueckermünde wird dargestellt
Dazu gehören das Gefecht von Ferdinandshof und die Einnahme von Ueckermünde im April 1807. Für Mario Wendel sind das zwei nahezu in Vergessenheit geratene Begebenheiten in der Geschichte der Region aus der napoleonischen Ära. Napoleonische Truppen hätten nach den Niederlagen der preußisch-sächsischen Truppen in den Schlachten von Jena und Auerstedt auf ihrem Zug nach Ostpreußen auch Vorpommern besetzt, erinnert er.
Der Verband deutscher Schwarzpulverkanoniere wird in Blumenthal wieder ein Biwak aufschlagen. Das nördliche Vorpommern (oberhalb der Peene) habe damals zu Schweden gehört. Stralsund sei zu jener Zeit die Hauptbastion der schwedischen Armee in Schwedisch-Pommern gewesen und sei durch französische Truppen belagert worden. Weiter beschreibt Wendel: Anfang April brachen die schwedischen Truppen mit dem Ziel Stettin aus Stralsund aus. Am 16. April 1807 kam es bei Ferdinandshof zu einem Gefecht zwischen der französischen Division Grandjean und der schwedischen Abteilung unter General Armfelt.
Am 17. April nahm die französische Brigade Veaux Ueckermünde ein, so Wendel. Neben französischen und schwedischen Soldaten kämpften auf französischer Seite auch holländische und naussauische Einheiten. Sowohl auf französischer als auch auf schwedischer Seite waren deutsche Soldaten an beiden Aktionen beteiligt. Die Mitglieder des Standortes Dragoner Ungerland/Stettiner Haff vom Verband Deutscher Schwarzpulverkanoniere wollen mit einer lebendigen Geschichtsstunde an beide Ereignisse erinnern.
Zwischen Freitag und Sonntag, 24. und 26. April, werde auf dem Gelände des Schützenvereins „Greif“ Blumenthal ein militärhistorisches Biwak für die militärhistorischen Darstellungsgruppen aus Deutschland und Polen eingerichtet, so Mario Wendel.
Programm
Biwakführung und Gefechtsnachstellung
Freitag, 24. April:
- 18 Uhr: Darstellungsgruppen ziehen durch Blumenthal und Sprengersfelde
Sonnabend, 25. April:
- 10.30 Uhr: Nachstellung der Einnahme von Ueckermünde auf dem Schlosshof in Ueckermünde
- 13.30 Uhr: Biwakführung und Besichtigung des Schützenmuseums, Gelände des SV „Greif“ in Blumenthal
- 14.30 Uhr: Gefechtsappell der Darstellungsgruppen
- 15 Uhr: Nachstellung des Gefechts von Ferdinandshof (Eintritt: 2 Euro, Kinder ab 7 Jahren 1 Euro). Hinweis: Während der Gefechtsnachstellungen werden auch Vorderlader eingesetzt. Es wird zeitweise sehr laut. Empfohlen wird ein Gehörschutz.
- 16 Uhr: Mitmachangebote für Besucher
- 16.30 Uhr: Feldgerichtsverhandlung



