Der 8. Mai 1945 ist ein historisches Datum: das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Tag der Befreiung. Der nordöstliche Teil Sachsen-Anhalts war Schauplatz der letzten Gefechte. An der Befreiung der Region waren polnische Einheiten beteiligt, die an der Seite der Sowjetarmee kämpften. Am 4. Mai 1945 erreichten sie die Elbe und nahmen die Stadt Sandau (heute im Landkreis Stendal) ein. Für sie vollendete sich damit ein Weg, der fünfeinhalb Jahre zuvor mit dem Überfall auf ihr Land begonnen hatte.
Der Ort, an dem der Krieg begann
Die polnische Kleinstadt Wielun war am 1. September 1939 das erste Opfer des deutschen Überfalls. Deutsche Bomber zerstörten die Stadt und töteten zahlreiche Zivilisten. Heute erinnern ein historisches Modell der Stadt und ein riesiges Transparent an den Bombenangriff zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die Gedenkstätte zieht Besucher an, die sich über die Geschichte informieren möchten.
Eine besondere Partnerschaft
Heute verbindet Wielun eine herzliche Partnerschaft mit Osterburg in der Altmark. Diese Städtefreundschaft ist ein Symbol der Versöhnung und des friedlichen Miteinanders. Regelmäßige Besuche und Austauschprogramme stärken die Beziehungen zwischen den Einwohnern beider Städte. Die Partnerschaft zeigt, wie aus Feindschaft Freundschaft werden kann.
Der Besuch in Wielun ist eine emotionale Reise in die Vergangenheit. Die Spuren des Krieges sind noch sichtbar, doch die Stadt hat sich neu aufgebaut. Die Erinnerung an die Opfer mahnt zu Frieden und Verständigung. Die Partnerschaft mit Osterburg ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte aufgearbeitet und eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden kann.



