Wolfgang Grupp, der ehemalige Chef des Bekleidungsunternehmens Trigema, hat mit einer drastischen Forderung zur Rente für Aufsehen gesorgt. Der 84-Jährige schlägt vor, die Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Wer später geboren sei und statistisch länger lebe, solle entsprechend länger arbeiten. Diese „Logik“ werde politisch kaum diskutiert, kritisierte Grupp in einem dpa-Interview. Es könne nicht sein, dass man einfach immer länger Rente beziehe.
Harte Kritik aus der Bevölkerung
Die Reaktionen auf Grupps Vorstoß fallen überwiegend negativ aus. Besonders in den sozialen Medien, etwa auf Facebook, wird die Forderung heftig diskutiert. Viele Nutzer weisen darauf hin, dass Grupps Ansatz nicht auf alle Berufsgruppen übertragbar sei. Ein Nutzer schreibt: „Das soll er mal einem Dachdecker, Fliesenleger, Maurer, Krankenpfleger erzählen!“ Eine andere Nutzerin ergänzt: „Das Problem ist, dass diese Debatte grundsätzlich von Leuten geführt wird, die glauben, sie würden hart arbeiten und gleichzeitig eine Schaufel nur dann in die Hand nehmen, wenn Presse dabei ist.“
Beamte in der Kritik
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Rolle der Beamten. Ein Nutzer merkt an: „Die Lebenserwartung von Bauarbeitern, Fabrikarbeitern, Handwerkern usw. ist garantiert geringer als die von Beamten. Beamte zahlen keinen Cent in die gesetzliche Rentenversicherung, leben aber von unseren Steuern?“ Diese Ungleichheit sorge für zusätzlichen Unmut.
Genervte Reaktionen auf Grupp
Viele Nutzer zeigen sich schlicht genervt von Grupps ständigen Ratschlägen. „Ich kann es nicht mehr hören, dauernd Ratschläge geben“, kommentiert einer. Ein Mann schreibt: „Immer das gleiche Gelaber von dem, kann es nicht mehr hören, letztes Jahr wollte er einen Cut machen und jetzt so ein Gesülze.“ Eine Nutzerin fordert sogar: „So langsam sollte er sich mal zurückhalten!“
Es zeigt sich: Grupps Forderung sorgt für intensive Diskussionen, findet aber nur wenig Zustimmung. Der Ex-Trigema-Chef, bekannt für seine klaren Meinungen zu wirtschaftspolitischen Themen, erntet überwiegend Ablehnung. Dabei ist er sonst bei vielen beliebt. Die Debatte um die Rentenpolitik bleibt damit aktuell und kontrovers.
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