Immer mehr Städte und Gemeinden setzen auf moderne Chatbots, um Bürgern den Gang zum Amt zu ersparen. Die neue Technik könnte ein echter Gamechanger sein, damit sich niemand mehr im Verwaltungsdschungel verirrt. Der Chatbot „KI-Bürgerlotse“ ist leicht zu bedienen und wird bereits von über 400 Kommunen genutzt.
Was ist ein Chatbot?
Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert und über Text oder Sprache menschliche Konversationen simuliert. Viele Menschen verzweifeln jedoch an dieser Technik, wenn der Bot nicht richtig versteht. Das Ulmer Unternehmen City Media, das zur SV Gruppe gehört, hat sich zum Ziel gesetzt, Chatbots so zu verbessern, dass sie im Alltag wirklich helfen – leicht verständlich und direkt auf den Punkt. Dafür arbeitet City Media mit der Firma „KI-Bürgerlotse“ zusammen, die sich auf KI-getriebene Chatbots für Kommunen und Bürgerämter spezialisiert hat.
Rund um die Uhr Hilfe bei Behördengängen
Der Bürgerlotse unterstützt rund um die Uhr bei allen Behördengängen. Vielfach macht der Chatbot den Gang zum Amt überflüssig, weil Dienstleistungen wie die Beantragung von Reisepässen, Personalausweisen oder Führerscheinen online erfolgen können. Auch Formulare und Anträge lassen sich digital einreichen. Der Chatbot ist in mehr als 80 Sprachen verfügbar.
Obwohl der KI-Bürgerlotse erst seit wenigen Monaten verfügbar ist, nutzen ihn bereits mehrere Städte und Gemeinden – bislang vor allem im Südwesten Deutschlands. In Blaustein, Senden und Puchheim ist er bereits im Einsatz, in anderen Orten wird er getestet. „Wir bekommen nur positive Rückmeldungen“, sagt Peter Schuch, der Gründer von KI-Bürgerlotse. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden Kommunen gesucht, die den Bürgerlotsen einsetzen wollen.
So funktioniert die Technik
In der Praxis läuft es wie folgt: Der KI-Bürgerlotse zieht sich automatisch alle öffentlich verfügbaren Informationen von einer städtischen Website. Jede Stadt oder Gemeinde verfügt über eine Sitemap, die als Landkarte der gesamten Website dient. Aus dieser Struktur werden alle relevanten Inhalte automatisch verarbeitet. Die Demoversion nutzt etwa 100 Seiten, die vollständige Version verarbeitet oft mehr als 10.000 Seiten, Formulare sowie die jeweiligen Infos aus dem Landesportal eines Bundeslandes. Bis zur Freischaltung dauert es vier bis sechs Wochen.
Die Schnittstelle zum KI-Bürgerlotsen bildet City Media. Das Ulmer Medienunternehmen betreut mehr als 400 Kommunen in Deutschland ganzheitlich in den Bereichen Websites, Bürger-Apps, Social Media und Amtsblätter. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Technik Cross7 – ein bürgernahes Content-Management-System, in das die KI des Bürgerlotsen integriert werden kann.
Ausblick: Bundesweiter Rollout geplant
Ziel ist es, den Bürgerlotsen bundesweit auszurollen. Am Ende ersetzt die KI zwar nicht den persönlichen Kontakt, aber viele Behördengänge können vermieden werden. Weitere Informationen gibt es beim Hersteller unter der Telefonnummer 07974/911940 oder per E-Mail an info@ki-buergerlotse.de.



