Deutschland und vier EU-Partner starten Bau von Abschiebezentren im Ausland
Deutschland baut mit EU-Partnern Abschiebezentren im Ausland

Fünf EU-Staaten beschließen konkreten Fahrplan für Auslandszentren

In einer gemeinsamen Initiative haben Deutschland und vier weitere europäische Länder den Bau von Abschiebezentren in Drittstaaten beschlossen. Die Innenminister der beteiligten Nationen – Deutschland, Niederlande, Österreich, Dänemark und Griechenland – haben sich in Brüssel auf einen detaillierten Fahrplan für die sogenannten Return Hubs geeinigt.

Neue Wege für Rückführungen aus Europa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte dazu: „Aus Europa heraus müssen Rückführungen wirksam durchgesetzt werden. Mit ‚Return Hubs‘ sollen neue Möglichkeiten geschaffen und ein klares Signal für mehr Rückführungen gesendet werden.“ Das Vorhaben zielt darauf ab, Migranten, die ausreisepflichtig sind, aber nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können, in spezielle Zentren außerhalb der EU zu überstellen.

Die fünf Staaten haben sich in einer „Arbeitsgruppe für innovative Drittstaatenlösungen“ zusammengeschlossen, um gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten. Das Modell orientiert sich am britischen Ruanda-Ansatz, bei dem Asylverfahren bereits im Ausland durchgeführt werden.

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Grundsteinlegung auf der Zugspitze

Den symbolischen Startschuss für die Initiative gaben die Innenminister bereits im Juli 2025 während eines Gipfeltreffens auf der Zugspitze. Dort legten Alexander Dobrindt und sein österreichischer Amtskollege Gerhard Karner den Grundstein für die geplanten Einrichtungen.

Österreichs Innenminister Karner betonte in Brüssel, dass die fünf Partnerstaaten künftig auch Asylverfahren im Ausland durchführen wollen. Dies soll einen zentralen Fluchtanreiz abschaffen, da die Versorgung ausreisepflichtiger Migranten in Ländern wie Deutschland als besonders attraktiv gilt.

Funktionsweise der Rückkehrzentren

Das Bundesinnenministerium erläuterte das Verfahren: Nach einer rechtskräftigen Rückkehrentscheidung können ausreisepflichtige Personen in die Return Hubs in Drittstaaten überstellt werden. Von diesen Zentren aus wird dann die endgültige Ausreise organisiert – entweder zurück ins Herkunftsland oder in ein anderes aufnahmebereites Land.

Die Rückkehrzentren sind ein wesentlicher Bestandteil der von der schwarz-roten Bundesregierung ausgerufenen Asylwende. Konkrete Standorte für die Einrichtungen wurden vom Innenministerium noch nicht benannt, doch die Arbeitsgruppe arbeitet intensiv an der Umsetzung der beschlossenen Roadmap.

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