Kubas Präsident Díaz-Canel attackiert Trumps Übernahmedrohung als kriminellen Akt
Kubas Präsident weist Trumps Drohungen zurück

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen. In einem Beitrag auf der Plattform X bezeichnete er sie als „drastischen kriminellen Akt“. Trump verschärfe seine Rhetorik in Richtung militärischer Aggression gegen Kuba in einem „gefährlichen und beispiellosen Ausmaß“. Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft und die US-Bevölkerung auf, Stellung zu beziehen.

Trump droht mit Übernahme Kubas

Der US-Präsident hatte zuletzt erneut eine mögliche Übernahme Kubas ins Spiel gebracht. Zuvor hatte er Kuba bereits als „gescheiterten Staat“ bezeichnet und angekündigt, das Land „besuchen“ zu wollen, sobald ein möglicher Konflikt mit Iran beendet sei. Parallel dazu weitete die US-Regierung ihre Sanktionen gegen das sozialistische Land aus. Díaz-Canel erklärte, Kuba werde sich keinem Aggressor beugen. Stattdessen werde jeder Angreifer auf eine Bevölkerung treffen, die entschlossen sei, ihre Souveränität „auf jedem Zentimeter“ des Staatsgebiets zu verteidigen.

Massendemo in Havanna gegen US-Embargo

Am Tag der Arbeit demonstrierten in Havanna Hunderttausende Menschen gegen das US-Embargo und die Drohungen aus Washington. Nach offiziellen Angaben nahmen mehr als 500.000 Personen an einer Kundgebung vor der US-Botschaft teil, darunter Díaz-Canel und der ehemalige Staatschef Raúl Castro. Die Proteste richteten sich gegen die anhaltende Wirtschaftskrise und die Verschärfung der Sanktionen.

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Neue Sanktionen verschärfen Krise

Erst am Freitag verhängte US-Präsident Donald Trump weitere Sanktionen gegen Vertreter von Regierung und Wirtschaft in Kuba, darunter Akteure aus den Bereichen Energie, Finanzen und Sicherheit. Den Betroffenen drohen Einreiseverbote sowie mögliche Strafmaßnahmen gegen internationale Banken, die mit ihnen zusammenarbeiten. Kuba steckt derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieengpässe, die unter anderem auf eine seit Januar geltende Ölblockade der USA zurückgeführt werden. Immer wieder kommt es zu stundenlangen Stromausfällen. Zudem mangelt es an Treibstoff, Lebensmitteln und Alltagsgütern.

Die kubanische Regierung wirft den USA vor, mit den Sanktionen eine humanitäre Krise zu verschärfen und das kubanische Volk kollektiv zu bestrafen. Internationale Organisationen und mehrere Regierungen haben die USA aufgefordert, die Sanktionen zu lockern, um die Not der Bevölkerung zu lindern. Die USA hingegen argumentieren, die Sanktionen dienten dem Druck auf das Regime, politische Reformen einzuleiten. Die Spannungen zwischen beiden Ländern bleiben damit auf einem Höhepunkt.

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