Ukraine setzt Drohnenangriffe fort: Waffenruhe vor Tag des Sieges wackelt
Ukraine-Drohnen: Waffenruhe vor Tag des Sieges wackelt

Zwei Tage vor dem Tag des Sieges hat Russland massive ukrainische Drohnenangriffe gemeldet, die die einseitig erklärten Waffenruhen infrage stellen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden über Nacht 347 feindliche Drohnen abgefangen – eine der höchsten je genannten Zahlen. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Betroffen waren fast alle Regionen in West- und Zentralrussland.

Moskau meldet Rekordzahlen

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete auf Telegram von elf Drohnen, die beim Anflug auf die Hauptstadtregion abgeschossen wurden. Der Telegramkanal Baza meldete Gebäudeschäden in der Stadt Rschew nordwestlich von Moskau. In Lettland stürzten nahe der russischen Grenze zwei nicht identifizierte Drohnen ab, was zeitlich mit den ukrainischen Angriffen zusammenfiel.

Waffenruhe: Ukraine hält sich weitgehend dran, Russland nicht

Die Ukraine hatte eine Waffenruhe ab Mittwochmorgen ausgerufen und sich weitgehend daran gehalten. Russland setzte jedoch Drohnen- und Raketenangriffe fort, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft beklagte. Er kündigte an: „Wir werden entsprechend reagieren.“ Gleichzeitig signalisierte er Bereitschaft für eine zweite Chance: „Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen.“ Russland habe ein klares Angebot bekommen.

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Tag des Sieges: Zweitägige Waffenruhe angekündigt

Mit Tagesanbruch am Freitag soll eine zweitägige Waffenruhe in Kraft treten, die Moskau einseitig angekündigt hat. Sie erstreckt sich über die Feiern zum sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg mit der Militärparade auf dem Roten Platz am Samstag. Selenskyj kommentierte: „Russland hat sich so verkämpft, dass seine wichtigste Parade von uns abhängt. Das ist ein klares Signal: Es ist Zeit, aufzuhören.“ Moskau drohte für den Fall von Störungen der Parade mit Angriffen auf das Zentrum von Kiew. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa rief ausländische Diplomaten auf, Kiew zu verlassen.

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