VAE drohen mit Haftstrafen für Social-Media-Gerüchte während Nahost-Krise
VAE drohen Haft für Social-Media-Gerüchte in Nahost-Krise

VAE verschärfen Gesetze gegen Falschmeldungen in sozialen Netzwerken

Im Zuge der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine deutliche Warnung an Touristen und Auswanderer ausgesprochen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes warnt davor, Gerüchte oder Informationen aus unbekannten Quellen über soziale Medien zu verbreiten. Dies könne ernste Konsequenzen nach sich ziehen, darunter die Verbreitung von Verwirrung und eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Drastische Strafen für die Verbreitung von Falschnachrichten

Laut der Zeitung Khaleej Times, die in Dubai und Abu Dhabi erscheint, drohen bereits für das einfache Posten oder Teilen von Falschmeldungen mindestens ein Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 25.000 Euro. In Krisenzeiten oder bei Inhalten, die sich gegen staatliche Stellen richten, werden die Strafen noch härter: Hier sind mindestens zwei Jahre Haft und rund 50.000 Euro Strafe fällig. Selbst das bloße Weiterverbreiten kann als Straftat gewertet werden.

Hintergrund der verschärften Maßnahmen

Die verschärften Regelungen stehen im Kontext der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Nach einem massiven gemeinsamen Luftangriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar 2026, bei dem hochrangige iranische Führungsfiguren getötet wurden, hat der Iran mit einer Welle von Raketen- und Drohnenangriffen reagiert. Diese richteten sich gegen Israel, US-Militärbasen und mehrere US-verbündete Golfstaaten, darunter auch die VAE-Städte Abu Dhabi und Dubai.

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Infolge dieser Angriffe gab es Tote und Verletzte, und etwa 30.000 Urlauber von deutschen Reiseveranstaltern sind von der Krise betroffen. Die Deutsche Botschaft und das Generalkonsulat vor Ort warnen derzeit vor Fahrten zum Flughafen und raten zur erhöhten Vorsicht.

Appell an Verantwortung in sozialen Medien

Die Behörden der VAE betonen, dass die Verbreitung von Gerüchten nicht nur eine Straftat darstellt, sondern auch die Stabilität der Gesellschaft gefährden kann. Sie appellieren an die Verantwortung der Nutzer sozialer Medien, insbesondere in Zeiten erhöhter Spannungen. Fotografien von Explosionen oder Schäden an Infrastruktur sollten nicht online veröffentlicht werden, um keine zusätzliche Verunsicherung zu schüren.

Diese Maßnahmen unterstreichen die ernste Lage in der Region und die Bemühungen der VAE, die öffentliche Ordnung und Sicherheit in einer volatilen geopolitischen Situation aufrechtzuerhalten.

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