Das Landesschiedsgericht der AfD Nordrhein-Westfalen hat das umstrittene Mitglied Alexander Eichwald aus der Partei ausgeschlossen. Dies bestätigte ein Parteisprecher am Samstag. Eichwald hatte Ende November mit einer Rede im Stil von Adolf Hitler für Aufsehen gesorgt, mit der er sich bei der Gründungsveranstaltung der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) in Gießen für einen Vorstandsposten beworben hatte.
Hintergrund des Ausschlusses
Mit der Entscheidung bleibt auch der bereits vom Landesvorstand beschlossene Entzug der Mitgliedsrechte bestehen. Eichwald stehe der Rechtsweg zum AfD-Bundesschiedsgericht offen, so der Sprecher weiter. Eichwald selbst sei bei der Verhandlung nicht anwesend gewesen. Beantragt hatte den Parteiausschluss Eichwalds der zuständige AfD-Kreisverband Herford in Ostwestfalen. Als Begründung hatte der Kreisverband schweres parteischädigendes Verhalten genannt.
Reaktionen aus der Partei
Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla hatte sich bereits nach der Rede überzeugt gezeigt, dass Eichwald kein Mitglied der Partei bleiben werde. Die Rede, die in ihrer Rhetorik und Gestik an den Nationalsozialisten erinnerte, hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Eichwald, der dem AfD-Landesverband NRW erst wenige Wochen zuvor beigetreten war, scheiterte bei dem Gründungskongress der Jugendorganisation mit seiner Bewerbung.
Die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland war erst am Samstag gegründet worden. Eichwalds Auftritt überschattete die Veranstaltung und führte zu scharfer Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Der Ausschluss erfolgte nun zügig durch das Landesschiedsgericht.



