Sozialpädagogin im Block-Prozess: Keine Anzeichen für Kindeswohlgefährdung festgestellt
Block-Prozess: Jugendamt sah keine Gefahr für Kinder

Block-Prozess: Zeugin vom Jugendamt sah keine Gefahr für die Kinder

Im aufsehenerregenden Prozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte hat eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamts als Zeugin ausgesagt. Die 47-jährige Sozialpädagogin berichtete vor der Strafkammer am Landgericht Hamburg, dass sie bei ihrem Besuch am 4. Januar 2024 im Haus der Mutter keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung bei den beiden Block-Kindern feststellen konnte.

Besuch bei Christina Block nach der Entführung

Die Zeugin schilderte, dass sie den damals zehnjährigen Jungen und seine 13-jährige Schwester beim Spielen angetroffen habe. Sie selbst habe sich zu den Kindern gesellt, und die Situation sei als „nettes Beisammensein“ wahrnehmbar gewesen. Dieser Besuch fand kurz nach der gewaltsamen Entführung der Kinder aus Dänemark statt, bei der sie in der Silvesternacht 2023/24 nach Süddeutschland gebracht worden waren.

Die Sozialpädagogin betonte in ihrer Aussage, dass sie während dieses Treffens keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Kindeswohls erkennen konnte. Ihre Beobachtungen stehen im Zentrum des Prozesses, der nach einer vierwöchigen Pause nun fortgesetzt wurde.

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Hintergrund des langjährigen Sorgerechtsstreits

Der Prozess gegen Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, und sechs weitere Angeklagte dreht sich um den Vorwurf, dass die 52-Jährige einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder gegeben habe. Sie bestreitet diese Anschuldigungen entschieden.

Die angeklagte Unternehmerin befindet sich seit Jahren in einem erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel. Die beiden jüngsten der vier gemeinsamen Kinder waren im Sommer 2021 nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in Dänemark nach Hamburg zurückgekehrt, was den Konflikt weiter eskalieren ließ.

Die gewaltsame Entführung in der Silvesternacht 2023/24, bei der mehrere Männer die Kinder nach Süddeutschland brachten, markiert einen dramatischen Höhepunkt dieses Familienstreits. Christina Block holte die Kinder anschließend von dort nach Hamburg, wo das Jugendamt im Januar 2024 intervenierte.

Die Aussage der Sozialpädagogin ist von besonderer Bedeutung, da sie unmittelbar nach diesen Ereignissen stattfand und Einblicke in den Zustand der Kinder bietet. Der Prozess am Landgericht Hamburg wird mit Spannung verfolgt, während die rechtlichen Auseinandersetzungen um das Sorgerecht weiterhin andauern.

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