Fahrlehrer mit 1,61 Promille: Prozess in Greifswald droht Berufsverbot
Fahrlehrer mit 1,61 Promille: Prozess droht

Fahrlehrer unter Alkoholeinfluss: Prozess in Greifswald

Vor dem Amtsgericht Greifswald muss sich ein 63-jähriger Fahrlehrer verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im August 2025 unter Alkoholeinfluss eine Fahrstunde gegeben zu haben. Ein Atemalkoholtest ergab 1,61 Promille. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm „Trunkenheit im Verkehr“ vor. Der Prozess ist für den 23. Juni angesetzt. Dabei könnte auch über ein Berufsverbot entschieden werden.

Vorfall an einer Tankstelle

Der Fahrlehrer wurde Anfang August 2025 nach einer Ausbildungsfahrt von der Polizei an seiner Wohnadresse kontrolliert. Zeugen hatten beobachtet, wie er an einer Tankstelle eine Flasche Wein kaufte, daraus trank und sie im Fahrzeug verstaute. Anschließend setzte er sich wieder auf den Beifahrerplatz neben die Fahrschülerin und setzte die Fahrt fort. Die Polizei erwartete ihn zu Hause und führte einen Atemalkoholtest durch, der 1,61 Promille ergab. „Damit hätte der Mann nicht einmal mehr Fahrrad oder eine Kutsche fahren dürfen“, so ein Polizeisprecher. Sein Führerschein wurde vorläufig eingezogen.

Strafbefehl und Einspruch

Die Justiz erließ zunächst einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 2000 Euro und einem Jahr Führerscheinentzug. Der Fahrlehrer legte jedoch Einspruch ein, sodass es nun zur Hauptverhandlung kommt. Während der Ausbildung gilt für Fahrlehrer die 0,0-Promille-Grenze. „Gerade Berufskraftfahrer müssen sich strikt an die Regeln halten“, betonte die Staatsanwaltschaft. Das Gericht wird nun prüfen, ob der Mann weiterhin seinen Beruf ausüben darf.

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