Im Mordfall Fabian hat vor dem Landgericht Rostock der Prozess begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, ihren eigenen Sohn getötet zu haben, um die Beziehung zu dessen Vater wiederherzustellen. Die BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche berichtet aus dem Gerichtssaal und schildert das von der Anklage dargestellte Motiv der Tat.
Das Motiv der Angeklagten
Laut Anklage soll die 32-jährige Mutter den Jungen aus Eifersucht und Verzweiflung getötet haben. Sie habe gehofft, durch den Tod des Kindes die Zuneigung des Vaters zurückzugewinnen. „Er entschied sich für seinen Sohn“, zitierte die Staatsanwältin den Vater. Die Tat sei geplant und heimtückisch gewesen.
Der Ablauf der Tat
Die Angeklagte soll den Jungen im Oktober 2025 in ihrer Wohnung in Rostock erstickt haben. Anschließend habe sie den Vater angerufen und ihm mitgeteilt, dass Fabian tot sei. Der Vater eilte sofort zur Wohnung, fand aber nur noch das leblose Kind. Die Obduktion ergab Erstickung als Todesursache.
Die Reaktion des Vaters
Der Vater des Jungen trat im Prozess als Nebenkläger auf. Er zeigte sich tief erschüttert und konnte die Tat nicht fassen. „Ich habe mein Kind verloren und die Frau, die ich liebte, ist zur Mörderin geworden“, sagte er unter Tränen. Die Verteidigung der Angeklagten kündigte an, ein psychiatrisches Gutachten zu beantragen.
Der Prozessverlauf
Der Prozess ist auf mehrere Tage angesetzt. Das Gericht will unter anderem Zeugen und Sachverständige hören. Die Angeklagte selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bei einer Verurteilung droht ihr eine lebenslange Freiheitsstrafe.



