Verona Pooth kämpft vor Gericht um höheren Schadenersatz nach spektakulärem Schmuckdiebstahl
Pooth kämpft um höheren Schadenersatz nach Schmuckdiebstahl

Verona Pooth fordert höhere Entschädigung nach spektakulärem Einbruch

Die Moderatorin und Unternehmerin Verona Pooth kämpft gut vier Jahre nach dem spektakulären Diebstahl ihres wertvollen Schmucks vor Gericht um einen angemessenen Schadenersatz. Der Einbruch in ihre Villa im Düsseldorfer Vorort Meerbusch an Heiligabend 2021 bleibt bis heute unaufgeklärt, doch die finanziellen Folgen beschäftigen nun das Landgericht Düsseldorf in einem Zivilverfahren.

Gericht schlägt gütliche Einigung vor

Das Landgericht Düsseldorf hat nach einer Klage der Eheleute Pooth gegen einen Versicherungsmakler eine gütliche Einigung angeregt. Die Richter schlagen vor, dass die Versicherungen etwa ein Drittel des geforderten Schadenersatzes in Höhe von knapp 700.000 Euro zahlen sollen. Zusätzlich könnte eine weitere Zahlung der Hausratversicherung in Betracht kommen. Über diese Vorschläge soll nun verhandelt werden, bevor das Gericht am 11. Mai 2026 eine endgültige Entscheidung bekanntgeben will.

Verona Pooth äußerte sich nach dem Prozesstag mit gemischten Gefühlen: „Ich wusste, dass es darauf hinauslaufen wird, dass man sich irgendwo einigen muss. Und natürlich bin ich nicht begeistert“. Sie beschrieb den jahrelangen Prozess als „sehr belastend“ und sprach von einem „ewigen Druck oder Schmerz“, den sie mit dieser Geschichte weiter tragen müsse.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Lebenswerk in Diamanten und Gold

In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung vor Prozessbeginn betonte Pooth den emotionalen und finanziellen Wert ihrer gestohlenen Schmucksammlung: „Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk“. Im Gegensatz zu anderen, die in Aktien oder Immobilien investiert hätten, habe sie gezielt hochwertigen Schmuck erworben.

Ihre Sammlung umfasste wertvolle Stücke von renommierten Marken wie Rüschenbeck, Cartier und Rolex sowie Diamanten und Gold. „Schmuck verliert nicht an Wert“, erklärte die Moderatorin. Nach ihren Angaben belief sich der Gesamtwert der gestohlenen Schmuckstücke auf über eine Million Euro. Bisher sei nur ein Teil des Schadens reguliert worden, während ein erheblicher Betrag offen bleibe.

Unaufgeklärter Einbruch mit vier Tätern

Der spektakuläre Einbruch in die Villa der TV-Moderatorin bleibt ein ungelöstes Rätsel für die Ermittlungsbehörden. Im Juli 2022 teilten diese mit, dass die Täter nicht identifiziert werden konnten und die Ermittlungen eingestellt wurden. Von der Beute – darunter laut Pooth auch ihr Hochzeitsschmuck – fehlt bis heute jede Spur.

Überwachungsaufnahmen, die Pooth nach dem Einbruch selbst veröffentlicht hatte, legen nahe, dass vier Täter an dem Coup beteiligt waren. Die Unbekannten drangen in die Villa ein, entwendeten den Tresor mit dem wertvollen Schmuck und verfrachteten ihn in Pooths Kleinwagen, mit dem sie anschließend flüchteten.

Vorwürfe gegen Versicherungsmakler

Im Zentrum des aktuellen Rechtsstreits stehen Vorwürfe der Eheleute Pooth gegen eine Maklerfirma. Verona Pooth schilderte, dass erst nach dem Diebstahl des Schmuckes herausgekommen sei, dass sie unterversichert gewesen seien. Bei der ihr nach dem Diebstahl genannten Versicherungszahlung in Höhe von 650.000 Euro sei sie zunächst von einem Teilbetrag ausgegangen.

Die Maklerfirma hingegen bestreitet jegliche Pflichtverletzung, wie eine Gerichtssprecherin vor Prozessbeginn mitteilte. Sie habe erklärt, dass sie ihre vertraglichen Verpflichtungen vollständig erfüllt habe. Dieser Widerspruch bildet nun die Grundlage für das Gerichtsverfahren, in dem es um Hunderttausende Euro und die Frage der angemessenen Entschädigung für den Verlust eines persönlichen Lebenswerkes geht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration