Justin Timberlake klagt gegen Veröffentlichung von Polizeivideo nach Alkoholfahrt
Der US-Sänger Justin Timberlake, 45, geht juristisch gegen die geplante Veröffentlichung von Polizeiaufnahmen seiner Festnahme nach einer Alkoholfahrt vor. Seine Anwälte reichten Klage ein, nachdem sie informiert wurden, dass Behörden Teile des Materials geschwärzt herausgeben wollen. Unter anderem hatte die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) die Freigabe beantragt.
Privatsphäre und Ruf in Gefahr
In der Klage heißt es, die Aufnahmen zeigten Timberlake in einem "äußerst verletzlichen Zustand" und enthielten "intime Details über das Aussehen, das Verhalten, die Sprache und das Auftreten des Antragstellers". Eine Veröffentlichung würde seine Privatsphäre verletzen und seinem Ruf einen "schweren und irreparablen Schaden" zufügen. Die Behörden verweisen hingegen auf Vorgaben, nach denen Polizeiaufnahmen grundsätzlich freigegeben werden müssen.
Hintergrund der Festnahme
Timberlake war im Juni vor zwei Jahren in den Hamptons im Osten des Bundesstaats New York festgenommen worden. Vor Gericht bekannte er sich schuldig, unter Alkoholeinfluss Auto gefahren zu sein. Er wurde zu 500 Dollar Geldstrafe, 25 Stunden gemeinnütziger Arbeit und 90 Tagen Führerscheinentzug verurteilt. Das Polizeivideo umfasst rund acht Stunden und zeigt unter anderem:
- Die Verkehrskontrolle
- Befragungen durch die Polizei
- Einen Alkoholtest
- Die Festnahme von Timberlake
Rechtliche Auseinandersetzung und Transparenz
Der Bürgermeister des betroffenen Village Sag Harbor, Thomas Gardella, sagte AP, man wolle mit dem Material "so transparent wie möglich" umgehen. Das Gesetz des Bundesstaates schreibe vor, Aufnahmen aus Polizeikameras generell freizugeben. Ein Anwalt aus Sag Harbor teilte mit, der Richter habe nach der Verhandlung am Montag zunächst keine Entscheidung getroffen; beide Seiten sollten über eine Lösung beraten und im Laufe der Woche Bericht erstatten.
Diese juristische Auseinandersetzung unterstreicht den Konflikt zwischen dem Recht auf Privatsphäre von Prominenten und der gesetzlichen Pflicht zur Transparenz bei Polizeieinsätzen. Timberlakes Klage könnte Präzedenzfälle für ähnliche Fälle in der Zukunft setzen.



