Ein Witz von Late-Night-Talker Jimmy Kimmel über Melania Trump hat eine neue Kontroverse zwischen dem Moderator und US-Präsident Donald Trump ausgelöst. Trump forderte umgehend die Entlassung Kimmels, nachdem dieser die First Lady in seiner Sendung als „werdende Witwe“ bezeichnet hatte.
Der umstrittene Scherz
In seiner Show am vergangenen Sonntag sagte Kimmel über Melania Trump: „Seht nur, wie wunderschön sie aussieht. Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe.“ Er spielte damit auf den Altersunterschied zwischen dem 79-jährigen Trump und seiner Frau an. Kimmel fügte hinzu: „Melania hat am Sonntag Geburtstag. Sie plant, zu Hause zu feiern, so wie sie es immer tut: aus dem Fenster schauen und zu sich selbst flüstern: ‚Was habe ich nur getan?‘“
Trumps Reaktion
Donald Trump reagierte empört und forderte die sofortige Absetzung Kimmels. Er warf dem Moderator vor, zur Gewalt aufgerufen zu haben, und verwies auf die Schüsse beim Korrespondentendinner am Samstag. „Jimmy Kimmel muss sofort gefeuert werden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Kimmels Verteidigung
Kimmel ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und verteidigte sich in seiner Sendung am Montag. Er betonte, sein Witz sei missverstanden worden. „Das war natürlich ein Scherz über ihren Altersunterschied und den Ausdruck der Freude, den wir jedes Mal auf ihrem Gesicht sehen, wenn sie zusammen sind. Es war ein sehr harmloser Scherz darüber, dass er fast 80 ist und sie jünger als ich. Es war keineswegs ein Aufruf zum Mord, und das wissen sie auch“, erklärte Kimmel. Er verwies auf sein Engagement gegen Waffengewalt.
Reaktion des Weißen Hauses
Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt schaltete sich in die Debatte ein. Sie warf den Demokraten und den Medien vor, Trump zu dämonisieren. „Wer, der bei klarem Verstand ist, behauptet schon, eine Ehefrau würde sich über den möglichen Mord an ihrem geliebten Ehemann freuen?“, fragte Leavitt. Sie betonte, dass Melania Trump nach den Schüssen am Samstag alles andere als erfreut gewesen sei. „Diese Art von Rhetorik über den Präsidenten, die First Lady und seine Anhänger ist völlig abwegig“, so Leavitt weiter.
Hintergrund der Auseinandersetzung
Der Streit ist Teil von Trumps anhaltendem Feldzug gegen kritische Medien. Bereits im September 2025 war Kimmels Sendung vorübergehend abgesetzt worden, später jedoch wieder ins Programm aufgenommen worden. Die aktuelle Kontroverse zeigt die anhaltende Spannung zwischen dem Präsidenten und der Medienlandschaft in den USA.



