Bürgermeisterkandidat Martin Kühnl-Mossner: Internationale Erfahrung für Ueckermünde
In Ueckermünde steht eine bedeutende Bürgermeisterwahl bevor, bei der der Jurist Martin Kühnl-Mossner als Kandidat antritt. Der 51-jährige gebürtige Ueckermünder bringt eine außergewöhnliche berufliche Laufbahn mit, die ihn bis nach Polen führte, wo er als erster deutscher Rechtsanwalt vor Gericht auftreten konnte.
Von internationalen Stationen zurück in die Heimat
Martin Kühnl-Mossners Werdegang ist geprägt von internationaler Erfahrung. Nach einem Highschool-Jahr in Amerika, dem Wehrdienst in Bonn und einem Studium der Rechtswissenschaften und Slawistik in Greifswald verbrachte er ein Jahr an der Universität in Sankt Petersburg. Seine besondere Verbindung zu Polen entwickelte sich durch Sprachstudien am Polonicum in Mainz und praktische juristische Arbeit.
„Meine Idee war immer, in der Region zwischen Berlin und Küste als Rechtsanwalt zu arbeiten“, erklärt Kühnl-Mossner. Diese Vision setzte er nach bestandenem zweiten Staatsexamen 2004 um, indem er Kanzleien in Berlin und Stettin eröffnete und am Aufbau einer Steuerberatungsgesellschaft beteiligt war.
Pionierarbeit in Polen und Immobilienengagement
Als erster deutscher Rechtsanwalt, der aufgrund europäischen Rechts in Polen vor Gericht auftreten konnte, führte Kühnl-Mossner mehrere Prozesse und etablierte sich in der grenzüberschreitenden Rechtsberatung. Parallel dazu begann er bereits während des Studiums mit Immobilientransaktionen, die ihn nachhaltig mit seiner Heimatregion verbinden.
„Da sind einige Häuser, unter anderem in Ueckermünde, Pasewalk, Ferdinandshof und Friedland, übrig geblieben. Die wurden dann saniert“, berichtet der Kandidat. Seit 2014 konzentriert er sich hauptsächlich auf Immobilienprojektmanagement, bleibt aber seiner Heimatstadt eng verbunden.
Politische Vision: Transparenz und Bürgerbeteiligung
Für sein Bürgermeisteramt setzt Kühnl-Mossner auf klare Prinzipien: Sachlichkeit und Ehrlichkeit stehen im Mittelpunkt seines Wahlkampfes. „Wenn man sich vorher vernünftig über die Themen austauscht, kann man viel besser entscheiden“, betont er. Sein Ziel ist eine transparente Verwaltung, die Bürger aktiv einbindet und Gerüchten durch offene Kommunikation vorbeugt.
Der Familienvater dreier schulpflichtiger Töchter spricht neben Deutsch auch Polnisch, Russisch und Englisch – Sprachkenntnisse, die seine internationale Ausrichtung unterstreichen.
Konkrete Pläne für Ueckermünde
In einem ausführlichen Frage-Antwort-Teil legt Kühnl-Mossner detaillierte Vorhaben für Ueckermünde dar:
- Finanzen: Er setzt sich gegen Steuererhöhungen ein und will höhere Zuwendungen für die Stadt verhandeln, während er die Kreisumlage senken möchte.
- Tourismus: Der Bau eines Resorthotels am Ueckermünder Strand, idealerweise kombiniert mit einer Reha-Klinik, ist ihm ein wichtiges Anliegen, da dies eine Schwimmhalle für Schulen und Vereine ermöglichen würde.
- Innenstadtbelebung: Durch vielfältige Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude – als Wohnungen, Büros oder Geschäfte – und Werbung für die günstigen Mieten will er Arbeitsplätze schaffen und die Attraktivität steigern.
- Jugendbeteiligung: Als Initiator der Aufnahme des Kinder- und Jugendbeirats in die Hauptsatzung betont er die Bedeutung demokratischer Bildung von klein auf und fordert dauerhafte Budgets und Räume für Jugendliche.
Demokratie als aktiver Prozess
„Lasst uns Ueckermünde gestalten, das wird was!“ lautet Kühnl-Mossners motivierender Aufruf. Er versteht Demokratie als aktiven Gestaltungsprozess, bei dem nicht gemeckert, sondern gemacht werden soll. Seine Wahlplakate mit Slogans wie „Verwaltung für Sie“ oder „Starke Schulen, starke Kinder“ spiegeln diesen handlungsorientierten Ansatz wider.
Für den Juristen ist Ueckermünde eine Stadt mit großem Potenzial, die jedoch einem dynamischen Entwicklungsprozess unterliegt. „Für mich ist das Glas voll, jetzt ist ein Großteil der Innenstadt saniert. Aber in zehn Jahren muss das erneut gemacht werden. Also lasst uns das gestalten“, appelliert er an die Bürgerbeteiligung.
Mit seiner internationalen Erfahrung, juristischen Expertise und konkreten Visionen für die Stadtentwicklung präsentiert sich Martin Kühnl-Mossner als Kandidat, der Ueckermünde sowohl lokal verankert als auch grenzüberschreitend denkt.



