Bürgerplattform setzt klares Signal: Unterstützung für Galander bei Bürgermeisterwahl in Anklam
In der Hansestadt Anklam zeichnet sich ein spannendes Duell um das Bürgermeisteramt ab. Am 12. April 2026 werden die Bürgerinnen und Bürger zwischen Amtsinhaber Michael Galander (IfA) und dem AfD-Kandidaten Jörg Valentin entscheiden müssen. In diesem Wahlkampf hat sich nun das Wählerbündnis "Die Sozial-Ökologische Bürgerplattform" eindeutig positioniert und unterstützt die Wiederwahl von Michael Galander für eine vierte Amtszeit.
Frühe Entscheidung des Wählerbündnisses
Das seit 2024 in der Anklamer Stadtvertretung vertretene Bündnis hatte frühzeitig darüber beraten, wie man sich zur anstehenden Bürgermeisterwahl verhalten soll. Da man auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten verzichtete, suchte die Bürgerplattform den Austausch mit den vorhandenen Bewerbern. In einer aktuellen Stellungnahme begründet das Bündnis seine Entscheidung für Galander ausführlich.
Besonders die jüngst veröffentlichte Positionierung des Landrates und der CDU-Fraktion in Anklam habe den Bedarf erhöht, diese Unterstützung öffentlich zu machen. Die Christdemokraten hatten sich zwar ebenfalls geäußert, wollen jedoch laut eigenen Angaben "den Posten des neutralen Zuschauers am Seitenrand der Wahlkampfarena" einnehmen.
Deutliche Worte für den Amtsinhaber
Dem setzt die Bürgerplattform ein klares Signal entgegen. Dr. Georg Becker, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Stadtvertretungsfraktion, erklärt: "Trotz Kontroversen und Kritik über die vergangenen vierundzwanzig Jahre ist für uns unbestreitbar, dass Michael Galander der Hansestadt Anklam gutgetan hat. Wir begrüßen es, dass er wieder antritt und setzen darauf, dass er seine Arbeit fortsetzen kann."
Michael Galander, der seit fast 24 Jahren das Amt des Bürgermeisters innehat, strebt damit eine weitere achtjährige Amtszeit an. Die Bürgerplattform wirbt bei den Anklamer Wählern aktiv darum, dem erfahrenen Amtsinhaber erneut das Vertrauen auszusprechen.
Kritik an der Haltung der CDU
Die neutrale Position der CDU-Fraktion und des Ortsverbandes stößt beim Wählerbündnis auf deutliche Kritik. Dr. Georg Becker äußert sich unmissverständlich: "Das Leben ist eine Frage der Alternativen. Wenn man die Wahl zwischen einem erfahrenen Bürgermeister und dem Vertreter einer Partei, die als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft ist, hat, sollte das Votum einer demokratischen Partei deutlich sein. Hier scheint es so, als wolle man es sich seitens der CDU nicht mit einem potenziellen AfD-Bürgermeister verscherzen."
Das Wählerbündnis zeigt sich von der Haltung der Christdemokraten irritiert und befürchtet negative Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit in der Stadtvertretung. Die Bürgerplattform, für die neben Dr. Georg Becker auch Ilona Zerbe und Dr. Kathrin Becker in der Stadtvertretung sitzen, setzt damit ein deutliches demokratisches Zeichen im Vorfeld der wichtigen Kommunalwahl.



