Feldberger Seenlandschaft plant Straßenbauprojekte bis 2028: Neue Prioritätenliste beschlossen
Feldberg: Straßenbauprojekte bis 2028 geplant

Feldberger Seenlandschaft beschließt umfangreiche Straßenbaupläne für die kommenden Jahre

Die Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft hat jetzt eine aktualisierte Prioritätenliste für den Straßenbau in der Region beschlossen. Diese Entscheidung markiert die erste umfassende Planungsaktualisierung seit dem Jahr 2022, als die letzten Prioritäten für den Zeitraum bis 2025 festgelegt wurden. Die neue Liste soll in den Jahren 2026 bis 2028 umgesetzt werden, wobei die konkrete Umsetzung von der jeweiligen Haushaltslage der Gemeinde abhängen wird.

Konkrete Projekte auf der aktuellen Agenda

Zu den wichtigsten Vorhaben der aktualisierten Prioritätenliste gehören zwei zentrale Projekte: die Errichtung einer Stellplatzanlage in Carwitz mit geschätzten Kosten von 230.000 Euro sowie die umfassende Erschließung der Straße Zum Waldsportplatz in Feldberg. Das Sportplatz-Projekt erfordert eine dreiteilige Umsetzung, wobei der erste Anlagenteil bis zum Wald und der Bereich im Gewerbeflächensegment beitragspflichtig sind. Der Abschnitt im Waldbereich liegt hingegen im Außengebiet und unterliegt keiner Beitragspflicht.

Von der vorherigen Prioritätenliste konnten bereits zwei Projekte erfolgreich realisiert werden: der Gehweg und die Straßenbeleuchtung am Alten Landweg sowie der Geh- und Radweg an der Prenzlauer Straße bis zum Seerosenkanal. Für die Schulwegsicherung am Mühlenweg, die als drittes Projekt der alten Liste vorgesehen war, liegen mittlerweile sowohl die notwendigen Genehmigungen als auch die detaillierte Ausführungsplanung vor, sodass die Umsetzung in diesem Jahr beginnen kann.

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Weitere geplante Maßnahmen im Überblick

Die aktualisierte Prioritätenliste umfasst eine Vielzahl weiterer Erschließungsvorhaben, die in den kommenden Jahren angegangen werden sollen. Unter Punkt drei findet sich erneut die Schulwegsicherung Mühlenweg in Feldberg. Weitere geplante Maßnahmen sind der Bebauungsplan Am Schmalen Luzin in Feldberg, die Jägerwörde in Carwitz sowie der Bebauungsplan Gerstgrund ebenfalls in Feldberg.

An siebter Position der Liste steht die Milchstraße in Fürstenhagen, gefolgt vom Kirchsteig in Koldenhof. Platz neun nimmt eine Erschließungsmaßnahme im Bereich Am Gutshaus in Laeven ein, während unter Punkt zehn der Neubau des Gehwegs Schlichter Damm in Feldberg verzeichnet ist.

Besonders umfangreich gestaltet sich Punkt elf der Prioritätenliste, unter dem mehrere Projekte zusammengefasst wurden. Dazu zählen unter anderem die Erschließung Am Gutshof in Lichtenberg, die Kreisstraße zwischen Laeven und Triepkendorf, die Erweiterung des Bedarfsstellplatzes Höhe Wiesenpark in Feldberg sowie anteilig der Radwegbau an der Landesstraße 341 von Wittenhagen bis zum Abzweig zur Kreisstraße 97.

Finanzierung und Beitragspflichten für Anlieger

Bei Erschließungsmaßnahmen bedeutet die Beitragserhebung nach Erschließungsbeitragsrecht, dass bis zu 90 Prozent der umlagefähigen Kosten auf die Anlieger verteilt werden können. Zwar ist die Umlage von Kosten bei einem reinen Straßenausbau seit 2019 in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr rechtskonform, doch die Erhebung von Beiträgen im Erschließungsfall bleibt weiterhin möglich. Dies bedeutet konkret: Wird auf bisher unerschlossenen Flächen, also auf der Grünen Wiese, gebaut und entsteht eine komplett neue Straße, können erhebliche Kosten auf die Anwohner zukommen.

Die Gemeindevertretung betont, dass alle geplanten Maßnahmen sorgfältig geprüft und unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde priorisiert wurden. Die Umsetzung der Projekte soll schrittweise erfolgen und die Infrastruktur in der Feldberger Seenlandschaft nachhaltig verbessern.

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